Augustdorf (cp). Der Zustrom von Flüchtlingen ist ungebrochen. Von den Kommunen sind kreative Lösungen gefordert, um ihre Unterbringung sicherzustellen. Nach der Umnutzung eines ehemaligen Feldwebelunterkunft auf dem Kasernengelände erwirbt die Gemeine Augustdorf nun fünf Mobilheime, in denen 30 Asylbewerber eine temporäre Heimat finden sollen.
Die Holzhütten sind komplett ausgestattet mit Schlafräumen, Wohn-/Essbereich, Küche und Bad und bieten jeweils Platz für sechs Personen. In einer Dringlichkeitsentscheidung hat der Rat dafür außerplanmäßig knapp 187.000 Euro bewilligt. Weitere 50.000 Euro sind nötig, um den gepla nten Standort – den Bundeswehrparkplatz – entsprechend herzurichten und an Ver- und Entsorgungsleitungen anzuschließen. Widerspruch gegen die Dringlichkeitsentscheidung gab es nicht. "Uns bleibt ja nichts anderes übrig, wir müssen die armen Menschen ja irgendwie unterbringen", verdeutlichte Peter Kaup (FWG) den Zugzwang der Gemeinde. Leise Kritik gab es lediglich am Standort: "Wir waren uns eigentlich einig, keine zentrale Unterbringungsstelle zu schaffen", merkte Peter Kaup an. Wulf erläuterte: Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) stelle den Platz mietfrei zur Verfügung. Es sei zudem möglich, dass sie auch die Vorbereitungskosten übernehme. Diese Konditionen seien "unschlagbar", so der Bürgermeister.