1. Mehr Spenden als je zuvor

    Die Lieferung von Weihnachtsbäumen kommt Projekten in Thailand zugute

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    Oerlinghausen (kd). Mehr Interessenten und mehr Spenden – der Weihnachtsbaumverkauf des Oerlinghauser Vereins Chuay Leua Dek – Kinderhilfe Thailand ist eine feste Größe geworden. Die Aktion auf dem Amtsgarten fand jetzt zum zehnten Mal statt. "Der erste Interessent war schon eine halbe Stunde vor dem Beginn hier. Da waren die Bäume noch gar nicht angeliefert worden", sagte die zweite Vorsitzende des Vereins, Linda Lessmeier. Gleich in der ersten Stunde hatten die 20 Helferinnen und Helfer am meisten zu tun, berichtete sie. Das Interesse an den Edeltannen und Nordmanntannen war so groß, dass Gerhard Kleimann vom Königshof in Lämershagen vier Mal nachliefern musste. Bei der Aktion lagen die Vorteile auf der Hand: Die Bäume stammten aus heimischen Wäldern, entsprechend kurz war die Transportweg und die Käufer erhielten frisch geschlagene Tannen. "Hier haben wir noch kleine Stämme, die sind für Leute, die wenig Lieder kennen", pries der gut gelaunte Kleimann seine Bäume beim Ausladen an. Inge Hofmann brauchte er nicht lange zu überzeugen. Sie entschied sich spontan für den allerkleinsten Baum, weil er gut gewachsen war und so nett aussah. "Den kann ich bei mir zu Hause schön auf den Tisch stellen", meinte sie. Im Laufe der zehn Jahre haben sich immer mehr Oerlinghauser ihren Festtagsschmuck bei der Kinderhilfe Thailand besorgt. "Unser Angebot ist bei den Bürgern angekommen, nicht zuletzt weil wir ja einen guten Zweck damit verbinden", sagte Linda Lessmeier. "Im vergangenen Jahr hatten wir schon doppelt so viele Spenden wie zu Beginn der Aktion." Mit dem Geld werden die Grundbedürfnisse und der Schulbesuch von 250 Kindern und Jugendlichen finanziert, die von der Raintree Foundation in den Bergregionen im Norden Thailands betreut werden. Die Mittel sind für Medikamente, Schuhe und Schulmaterialien bestimmt. Die Stiftung unterhält ein Kinderheim in Mae Hae und plant in Chiang Mai den Bau eines Wohnheims für ältere Jugendliche. "Sie stammen zumeist aus kleinen Dörfern und sollen wenn sie 16, 17 Jahre alt sind, sicher behütet werden", erläuterte Linda Lessmeier. Die Spendenkasse füllten die Oerlinghauser Vereinsmitglieder durch ihren Lieferservice. Mit drei Autos und Anhängern brachten sie die ausgewählten Bäume für jeweils vier Euro zu den Kunden nach Hause. Insgesamt wurden 240 Weihnachtsbäume verkauft, im Vorjahr waren es 228. Davon wurde 163 bis zur Haustür geliefert, zehn mehr als 2014. Durch die Lieferservice kamen 638 Euro zusammen, weitere 370 Euro wurden darüber hinaus gespendet. Außerdem bedankten sich die Käufer mit Süßigkeiten. "Wir haben so viel Schokolade geschenkt bekommen", meinte einer der Helfer. "Die vielen Kalorien kann man gar nicht wieder abtrainieren."

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