Lügde/Detmold (afk). Alles wird immer teurer – sei es das Briefporto, die Pizza oder der Urlaub. Da ist es schon eine kleine Sensation, wenn mal etwas billiger wird: Ab dem 1. Januar wird in der Großgemeinde Lügde ein besonders günstiges 9-Uhr-Monatsticket zum Preis von 24,50 Euro angeboten. Das entspricht einem Rabatt von über 40 Prozent! Dieses neue Ticket gilt auch für den Lügder Bürgerbus.
Mit diesem speziellen Ticket können Fahrgäste einen Monat lang kann den Bus- und Bahnverkehr innerhalb von Lügde und mit dem Bus sogar bis nach Bad Pyrmont (Preisstufe 1) ab 9 Uhr bis Betriebsende nutzen. "Bis 9 Uhr werden vor allem Schüler transportiert. Da sind die Busse voll. Danach aber haben wir freie Kapazitäten", weiß Barbara Choryan von der Kommunalen Verkehrsgesellschaft Lippe (KVG). Wer nach Bad Pyrmont mitfährt, muss zur Nutzung des Stadtbusverkehrs allerdings dann dort neu einen Fahrschein lösen. Ein Plus an Attraktivität des Lügde-Tickets: Inhaber dieser speziellen Monatskarte können von Montag bis Freitag ab 19 Uhr sowie an Samstagen und Sonn- und Feiertagen eine weitere Person unentgeltlich mitfahren lassen. "Das Ticket kann aber auch verliehen werden, weil es übertragbar ist", so Babara Choryan. Und wer nach Lemgo oder Detmold fahren möchte, kann man unter Vorlage des Lügde-Tickets auch vergünstigte Anschlusstickets lösen. Damit kann zum ermäßigten Preis im gesamten Gebiet des Gemeinschaftstarifs "Der Sechser" weitergefahren werden. Für Berechtigte nach dem SGB II und Flüchtlinge gibt es sogar ein nochmals reduziertes Ticket für nur 19 Euro: das Lügde-Ticket one. Choryan: "Hiermit fährt eine Person ohne Übertragbarkeit und ohne Mitnahmeregelung den ganzen Monat noch einmal günstiger. Auch dabei gilt die Anschlussregelung." In anderen Kommunen in Lippe gibt es diese speziellen Tickets bereits: Schieder-Schwalenberg, Extertal, Dörentrup und Leopoldshöhe haben schon die ersten Erfahrungen gesammelt. Seit zwei Jahren, und damit am längsten in Lippe, fährt man damit im Kalletal; dort wurde das Kalle-Ticket getestet. Die Erfahrungen sind so positiv, dass eine Ausweitung auf andere lippische Kommunen vorangetrieben wurde. Das Sozialticket wurde dort, so die KVG-Vertreterin, zwischen 30 und 40 Mal, das normale Ticket rund 15 Mal im Monat nachgefragt.
