1. Musical-Highlights und Weihnachtslieder

    Angelika Milster präsentiert "Von ganzem Herzen”

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    Lemgo (rto). Zur Freude einer doch recht großen Fangemeinde hat Angelika Milster am vergangenen Samstag ein Kirchenkonzert in der Kirche St. Johann in Lemgo geben. Gut 500 begeisterte Zuhörer folgten der deutschen Diva des Musicals bei ihrem Kirchenkonzert unter dem Motto: "Von ganzem Herzen”. Angelika Milsters künstlerisches Schaffen kennt anscheinend keine Grenzen. Immer wieder startet sie Konzerte unter immer wieder neuen Mottos, auch wenn sie das Repertoire dabei nur unwesentlich ändert. Der einstige Musical-Star Angelika Milster (63) sorgt immer noch für Aufsehen und ihr Programm "Von ganzem Herzen” in St. Johann für oft lang anhaltenden Beifall – und auch hier und da für ein paar Tränen in den Augen. An der Orgel, wie schon seit vielen Jahren, ihr langjähriger Begleiter Jürgen Grimm. Es begegneten sich Kirchenorgel und ausdrucksstarke Stimme, zu einem professionellen Abend mit verschiedenen Stilrichtungen. Da gelang selbstverständlich auch der Brückenschlag von klassischen und traditionellen Weihnachts-, und Kirchenliedern hin zum Musical und ihrem von allen erwarteten "Mondlicht” aus "Cats”, das auch an diesem Abend nicht fehlen durfte. Ein wohldosiertes Repertoire geistlicher und klassischer Lieder gefolgt von glaubhaft vorgetragenen, aber klischeehaften Gedanken, die jeweils der Einstieg zum nächsten Song waren. Milster präsentierte in ihrem Konzert vom gesungenen "Vater Unser”über das "Ave Maria” schon zu Beginn Höhepunkte, die dann mit Gedanken zur Flüchtlingsproblematik in das Volkslied "Guten Abend, Gute Nacht”übergingen, um gleich darauf von ihrer Leidenschaft zum Weihnachtskitsch zu berichten. Mit "Morning has broken” (Cat Stevens) in einer deutschen Textversion schickte sie ihre Zuhörer in die Pause. Die zweite Hälfte ihres Konzertabends bestritt die in gewohnter blonder Mähne und im schwarzen Abendkleid auftretende Interpretin mit den eher lockeren Weihnachtsliedern der amerikanischen Weihnachtstradition, wobei das "The Rose” von Amanda McBroom, natürlich und genauso selbstverständlich wie das allseits bekannte "Amazing Grace” zu ihrem Programm gehört. Sich selbst einen Wunsch erfüllend: "Ich wollte im Tiefsten meines Inneren immer Tenor werden”, schallte dann das "Nessun Dorma” aus der Oper "Turandot” von Puccini, durch die große Kirchenhalle, bevor sie mit den Worten: "Israel und Palästina sollen wieder eins werden", ihr letztes Lied "Jerusalem” anstimmte. Auch wenn sich das Programm nur wenig von dem unterschied, was sie bereits Anfang des Jahres unter anderem Titel in die Region brachte, sich auch ihre Wünsche und Statements davon nicht wesentlich unterschieden, trugen an diesem Abend doch wieder alle Konzertbesucher die gewaltige Stimme und das raumgreifende und professionelle Auftreten der Künstlerin mit nach Hause. BUZ

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