Kreis Lippe/Detmold (tl). Er ist in der kalten Jahreszeit nachts oder in den frühen Morgenstunden unterwegs, wenn seine Kundschaft meistens noch schläft. Die Witterungsbedingungen müssen stimmen: unter fünf Grad Außentemperatur, wenig Wind, kein Nebel oder Niederschläge. Seine Mission: Fotoaufnahmen von Häusern und Wohnungen zu machen, um die Temperaturunterschiede an der Gebäudehülle aufzuzeigen. Seine Ausrüstung: eine Infrarotkamera für Thermografiebilder. Klaus Reckmeyer, Geschäftsführer des gleichnamigen Planungsbüros, ist im Winter im Auftrag von Hausbesitzern unterwegs, die thermische Schwachstellen in ihren eigenen vier Wänden aufdecken wollen. Mit den gemachten Wärmebildern können sich die Besitzer anschließend bei den Energieberatern der NRW-Verbraucherzentrale (VZ) in Detmold informieren lassen. Beides – Bilder und Beratung – gibt es zum Gesamtpreis von 154,50 Euro. Kostbare Wärme entweicht meistens über das Dach, die Fenster und Türen. "Auch dünne Wände an den Nischen von Heizkörpern und an nicht gedämmten Außenwänden sind typische Energielecks", weiß VZ-Energieberater Matthias Ansbach. Sind die Schwachstellen anhand der Wärmebilder gefunden, geht es bei der Beratung darum, wie die Eigentümer Abhilfe schaffen können, welche ungefähren Kosten damit verbunden wären und welche Ersparnis dies brächte. Ansbach: "Unsere Empfehlungen richten sich dabei natürlich immer nach dem Budget und den Wünschen der Besitzer." Übrigens: Die Thermografie-Aktion ist nicht zur Qualitätskontrolle von Neubauten oder Sanierungen geeignet. Gebäude sollten deshalb vor 2005 errichtet worden sein. Weitere Informationen zum Winterpaket gibt es unter "www.vz-nrw.de/thermoaktion". Anmeldungen sind auch per E-Mail an "detmold.energie@vz-nrw.de" möglich.
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Wo entweicht die Wärme?
Thermografie-Aktion der Verbraucherzentrale
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