1. Vom Winde bewegt

    Landesverband will künftig in Windkraftanlagen investieren

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    Kreis Lippe. Der Landesverband Lippe wird sein Engagement im Bereich erneuerbarer Engergien forcieren und dabei in den nächsten Jahren verstärkt auf Windenergie setzen. Das hat die Vrbandsversammlung bei ihrer jüngsten Sitzung beschlossen. Die Verwaltung wurde beauftragt, alle Schritte zu unternehmen, um auf geeigneten Flächen des Landesverbandes Lippe Windenergieanlagen errichten zu lassen. Die Entscheidung über die konkrete Ausgestaltung jeder einzelnen Anlage wird von der Verbandsversammlung nach Beratung im Treuhandausschuss getroffen. "Der Landesverband Lippe engagiert sich schon seit vielen Jahren im Bereich erneuerbare Energien", erläuterte Verbandsvorsteherin Anke Peithmann. So habe man auf vielen Gebäuden Photovoltaik-Anlagen installiert. "Auf der Burg Sternberg sowie in den Restaurants am Hermannsdenkmal und an den Externsteinen betreiben wir Pelletheizungen im Rahmen von Contracting-Verträgen mit den Stadtwerken Lemgo bzw. Detmold", so Peithmann. In Bad Meinberg sind zudem mit Biogas betriebene Blockheizkraftwerke in Betrieb. Das Geschäftsfeld der wirtschaftlich wie ökologisch sinnvollen Energieerzeugung weite der Landesver- band Lippe nun mit dem Bau bzw. Betrieb von Windenergieanlagen aus.

    "Ich freue mich über diesen Beschluss, denn er bedeutet nicht nur, dass wir noch mehr erneuerbare Energie erzeugen und uns somit gegen den Klimawandel engagieren. Er stellt auch die Finanzbasis des Landesverbandes Lippe künftig auf noch solidere Füße. Eine weitere zusätzliche Einnahmesäule ist auch ein hervorragendes Instrument der Risikobegrenzung für uns", kommentierte Peithmann. "Im Gegensatz zu den stark schwankenden, aktuell niedrigen Renditen am Finanzmarkt, versprechen Windkraftanlagen mittel- und langfristig stabile Renditen." Peithmann dankte Verbandskämmerer Peter Gröne und Jürgen Hoppe, Leiter der Immobilienabtei- lung, sowie deren Teams ausdrücklich für die hervorragende Vorbereitung der anstehenden Investitionen. "Wir wollen in den nächsten Jahren Windenergieanlagen auf Grundstücken des Landesverbandes Lippe errichten. Dabei kommen mehrere Grundstücke als Vorrangflächen für Windenergieanlagen in Frage", erläuterte Gröne. "Mit diesen Anlagen haben wir eine gute Möglichkeit, über einen langen Zeitraum soli- de, zuverlässige Erträge zu erwirtschaften, die dazu beitragen werden, dass der Landesverband Lippe seine originären Aufgaben nachhaltig erfüllen kann." Bei jeder Windkraftanlage sei zu prüfen, welche Option die Beste für den Landesverband Lippe darstelle. "In Betracht kommen der Verkauf des Standortes, die Verpachtung des Standortes oder die Verpachtung des Standortes mit einem gleichzeitigen Betrieb der Windenergieanlage", so Gröne. Darüber hinaus seien rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedin- gungen ausschlaggebend, ebenso wie Aspekte der Nachhaltigkeit und des Risikos. "Wenn wir uns für den Betrieb einer Windenergieanlage entscheiden, wollen wir dafür professionelle Partner gewinnen. Auch Bürgerbeteiligungen sind denkbar." Das NRW-Ministerium für Inneres und Kommunales habe als Rechts- aufsicht bereits seine Genehmigung für das Engagement des Landesverbandes Lippe in Windenergieanla- gen signalisiert. Ein erstes Projekt könnte bereits 2016 umgesetzt werden: Der Landesverband Lippe hat die Baugenehmi- gung für zwei Windenergieanlage auf seinem Grundstück am Rafelder Berg (Gemeinde Kalletal) erhalten. Derzeit führt der Landesverband Lippe Gespräche mit den Stadtwerken Lemgo über die mögliche Errich- tung und den Betrieb der zwei Windkrafträder.

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