LUTHE (tau). Ein Konzert zum Fest der Stille. Wie passt das zusammen? Stille, still sein und doch singen. Man kann seinen Gedanken nachhängen, sich einfach im Strom der Musik treiben lassen und innerlich ruhig, ja still werden. Ein hoher Anspruch. Chorgesang in Luthe hat sich darauf eingelassen und mit schönen weihnachtlichen, ruhigen und besinnlichen Liedern versucht, die Zuhörer in den Strom der Besinnlichkeit hineinzuziehen. Gleich bei dem ersten Spiritual: "All Night All Day" konnten die Gäste in der Dorfkirche das Getriebe des Lebens hinter sich lassen und in eine andere Welt eintauchen. Der Folklorechor und der Pop & Gospelchor rollten gemeinsam einen Teppich aus, auf dem Chor’o’fun aus Harenberg weiter schritten. Die jüngsten Interpreten, Simon (Violoncello) und Jarne (Geige), sowie Jan (Geige) mit Matthias Schwieger am Klavier erweiterten den Teppich der Ruhe und Gelassenheit mit bekannten deutschen Weihnachtsliedern.
Auch die von Hanna vorgetragenen Geschichte vom Stromausfall am Heiligen Abend passten gut zum Motto des Konzerts. Denn endlich einmal fand sich die Familie, wie in alten Zeiten, unter dem Weihnachtsbaum mit echten Kerzen, mit Geschichten und selbst gesungenen Liedern zusammen – still eben. Hervorzuheben ist auch der Sprechgesang, neudeutsch Rap, "Pst! Das Fest der Stille" vorgetragen von den beiden Luther Chören. Auch das Instrumentalduett Drude/Schwieger lockte die Zuhörer in andere Sphären. Schließlich ging das Gesangsquartett "Jennifer Borchert, Hiltrud Donker, Danny Meier und Rüdiger Schuster" mit dem Lied "Scarboro Fair" auf eine unruhige Wirklichkeit voll Krieg und Vertreibung ein. Einfühlsam und sacht vorgetragen fanden die Klänge beim Publikum sehr große Anerkennung. "Es wäre schön, wenn wir dieses Quartett in den Konzerten der Luther Chöre öfters zu hören bekämen", sagte ein Besucher nach dem Konzert. Mit dem Lied: "Think of me forget me not" zogen die Luther Chöre aus der Kirche aus und verabschiedeten die Zuhörer mit einem langen klingenden Spalier. Foto: tau
