Bad Salzuflen (dib). Die traditionellen Sommer- und Weihnachtskonzerte des Rudolph-Brandes-Gymnasiums (RBG) sind mittlerweile ein Publikumsmagnet und aus dem kulturellen Leben der Kurstadt nicht mehr wegzudenken. Das hat sich auch in dieser Woche wieder bestätigt, denn das Weihnachtskonzert in der voll besetzten Konzerthalle ließen sich viele Salzufler und ihre Gäste nicht entgehen. Die Musikpädagogen Barbara Döinghaus, Burkhard Schmidt, Ulrich Seidel und Rüdiger Sperling haben unter dem Motto "Vom Barock bis zur Moderne" auch in diesem Jahr wieder ein tolles Programm mit Werken von Johann Sebastian Bach bis Bob Geldof und von Peter Tschaikowski bis Karel Svoboda zusammengestellt, das die Zuhörer so richtig besinnlich auf das bevorstehende Weihnachtsfest eingestimmt hat.
Damit das auch klappt, haben insgesamt etwa 170 Mitwirkende in den Chören, in der Vokal-AG und im Orchester bereits nach den Sommerferien mit den Proben angefangen. "Der Oberstufenchor und das Orchester haben dafür sogar an einem dreitägigen Workshop auf der Wewelsburg teilgenommen, weil wir dort hervorragende Bedingungen zum Proben haben", erklärte Barbara Döinghaus. Den Schülern merkte man den Spaß und die Freude am Singen und Musizieren so richtig an. Den Auftakt gab das Orchester mit "Trumpet Voluntary" von Jeremiah Clarke und "Air" aus der Suite D-Dur von Johann Sebastian Bach. Im zweiten musikalischen Block des Orchesters mit "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" von Karel Svoboda, begleitet von Tim Letmade am Flügel, dem "Russischen Tanz" und dem "Blumenwalzer" aus der Nussknackersuite von Peter Tschaikowski klangen die Violinen allerdings bei manchen Passagen leider nicht ganz sauber. Der Mittel- und Oberstufenchor überzeugte von seiner Stimmqualität vor allem mit "Adeste fideles" und mit "Caro mio ben", einem italienischen Lied aus dem 18. Jahrhundert von Giuseppe Giordani. Der Unterstufenchor unter der Leitung von Ulrich Seidel am Flügel präsentierte sich auch in diesem Jahr wieder gekonnt ohne Notenblätter und glänzte vor allem mit "Die Weihnachtsmaus" und "The last month of the year" von Vera Hall, - "einem amerikanischen Weihnachtslied für alle, die sich nicht merken können, wann Weihnachten ist", sagte Musiklehrer Ulrich Seidel. Aber auch bei "Virgin Mary", einem Lied aus Jamaica, und "A day like Christmas", bei dem Jana Schmidt den Unterstufenchor am Flügel begleitete, merkte man den "Kleinen" den Spaß und die Freude am Singen so richtig an. Insgesamt auch 2015 wieder ein gelungener Auftritt des Unterstufenchores, der mit viel Beifall und lauten Jubelrufen bedacht war. Die Mädels der Vokal-AG stellten, teilweise unterstützt vom Mittel- und Oberstufenchor, musikalisch die Frage "Do they know it´s Christmas?" Allerdings manchmal etwas leise, denn ohne Mikrofon konnten sie den Raum nicht immer ausfüllen. Einen besonderen musikalischen Leckerbissen servierte der Eltern-Lehrer-Chor (Elch) mit "Es ist für uns eine Zeit angekommen". Dafür gab es ebenfalls sehr viel Beifall. Und mit "Ose shalom" und "Here comes Santa Claus"überzeugten Eltern und Lehrer noch einmal von ihrem stimmlichen Können. Zum Abschluss bot sich auf der Bühne ein beeindruckendes Bild mit rund 170 Sängerinnen und Sängern aller Chöre sowie dem Orchester, die sich mit "The first Nowell" und "O du fröhliche" vom begeisterten Publikum verabschiedeten. Bei diesen Liedern forderte Barbara Döinghaus das Publikum auf, mitzusingen. Für die Musiklehrer gab es als Dank einen großen Blumenstrauß und für die mitwirkenden Schüler von Schulleiter Eckhard Brand die Zusage, dass am nächsten Tag die erste Unterrichtsstunde frei ist.
