1. Vor dem Altar wartet der Nikolaus

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    LOCCUM (jan). Immer dann, wenn der Konvent des Klosters Loccum tagt – was zweimal im Jahr geschieht – ziehen die Konventualen in feierlicher Prozession zum sonntäglichen Gottesdienst in die Klosterkirche ein. Voran geht dann stets der Abt, angetan mit Mitra und Krummstab. Was der Konvent der – katholischen – Vergangenheit des Klosters schuldet, ist bei der diesjährigen Tagung ein wenig durchbrochen worden. Voran gegangen sind nämlich die Kinder, die eigentlich den Kindergottesdienst besuchen wollten. Danach kamen erst die Konventualen.

    Einen guten Grund hatten die Herren für diesen Bruch, denn in diesem Jahr ist der Nikolaustag auf den Konvents-Sonntag gefallen. Und da Abt Horst Hirschler mit seiner altertümlichen Gewandung dem Namensgeber des Tages – dem Bischof Nikolaus von Myra – in seiner Gewandung ohnehin schon ähnelte, wollte er den Kindern eine kleine Überraschung bereiten. Nicht ohne Schmunzeln halfen einige der übrigen Herren Hirschler vor dem Altar in einen weiteren Umhang. Damit angetan erzählte er den Kindern die Geschichte jenes Bischofs und erklärte, weshalb in jedem Jahr zu dessen Geburtstag am 6. Dezember an ihn gedacht wird. Nach der Erzählung zogen die Kinder aus dem Chorraum ab – und wissen nun genau, woher der Brauch kommt, diesen Tag zu feiern und wer dieser Nikolaus denn überhaupt war beziehungsweise ist.Foto: jan

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