1. Vier geniale Solisten im Ensemble

    Konzert mit Olivier Messiaens "Quatuor pour la Fin du Temps"

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    Detmold (la). Die Reihe kammermusikalischer Konzerte wird am kommenden Dienstag, 15. Dezember, fortgesetzt. Beginn ist um 19.30 Uhr im Konzerthaus der Hochschule für Musik. Zu Gast sind die Klarinettistin Sharon Kam, die Geigerin Carolin Widmann und die Cellistin Tanja Tetzlaff. Am Klavier ist der finnische Pianist Antti Siirala zu erleben. Die Konzerteinführung findet um 18.30 Uhr durch Carolin Krahn, Studentin des Masterstudiengangs Musikvermittlung/Musikmanagement, im Gartensaal statt. Karten sind im Wert von 32, 27, 22 Euro im Haus der Musik, an der Abendkasse sowie über www.ticketonline.de erhältlich. Der Eintritt ist für Studierende und Schüler um 50 Prozent ermäßigt.

    Der Abend beginnt mit Claude Debussys Sonate für Violoncello und Klavier d-Moll, einem Spätwerk, das für Violoncello und Klavier geschrieben steht. Die Komposition ist als Reminiszenz an die französische Sonatenkunst des Barock zu verstehen. Es folgt Béla Bartóks "Kontraste für Violine, Klarinette und Klavier" Sz. 111, das er für den Jazz-Klarinettisten Benny Goodman komponierte. Im Zentrum des Abends steht allerdings Olivier Messiaens "Quatuor pour la Fin du Temps" (Quartett für das Ende der Zeit) für Violine, Violoncello, Klarinette und Klavier. Hierbei handelt es sich um "Überlebensmusik" im wahrhaftigen Sinne. Er komponierte das Quartett während seiner knapp neunmonatigen Internierung im deutschen Kriegsgefangenenlager, das er ohne die Kraft der Musik womöglich nicht überlebt hätte. Für die Interpretation dieser anspruchsvollen Musik konnte die HfM Detmold vier Interpreten gewinnen, die weltweit solistisch anerkannt sind: Seit über 20 Jahren gehört Sharon Kam zu den führenden Klarinettistinnen und konzertiert mit den bedeutendsten Orchestern in den USA, Europa und Japan. Neben ihrer solistischen Tätigkeit widmet sie sich mit Vorliebe der Kammermusik, die sie ihrem Publikum bei Festivals, wie etwa dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Rheingau Musik Festival, Verbier und der Schubertiade, zu Gehör bringt. Neben der Klassik wagt Sharon Kam immer wieder Ausflüge in andere Gattungen, wie beispielsweise dem Jazz. Carolin Widmann hat eine Professur für Geige an der Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy” Leipzig. Als vielseitige Musikerin reichen ihre künstlerischen Aktivitäten von den großen klassischen Konzerten über für sie eigens geschriebene Werke, eine große Bandbreite von Kammermusik bis hin zu Aufführungen auf Darmsaiten, einschließlich der Leitung von der Geige aus. Ihre kammermusikalischen CD-Aufnahmen wurden unter anderem mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik bedacht. Auch Tanja Tetzlaff konzertierte bereits überregional in ganz Europa sowie in den USA, in Australien und Japan und ist regelmäßig zu Gast bei internationalen Festivals. Sie spielt mit den meisten namhaften Orchestern Deutschlands sowie mit den großen internationalen Orchestern, wie dem Tonhalleorchester Zürich, dem Radiosinfonieorchester Moskau, der Camerata Salzburg oder dem Queensland Symphony Orchestra Brisbane. Der finnische Pianist Antti Siirala gilt als Geheimfavorit unter den Tastenvirtuosen. Er ist mehrfacher Preisträger internationaler Klavierwettbewerbe und gewann u. a. den prestigeträchtigen Klavierwettbewerb von Leeds (2003). Mit dem San Francisco Symphony Orchestra spielte er ein überwältigendes Debüt mit Tschaikowskys Klavierkonzert Nr. 1. Seine erste CD-Aufnahme mit Transkriptionen von Franz Schubert und die anschließende Einspielung von Werken Johannes Brahms erzielten Zuhörerpreise in diversen Musikmagazinen.

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