1. Mitgestalten und mitentscheiden

    Bewohnerbeiräte aus AWO-Seniorenzentren trafen sich

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    Kreis Lippe/Bad Salzuflen. Zweimal im Jahr treffen sich die Bewohnerbeiräte der neun Seniorenzentren der AWO in Ostwestfalen-Lippe. Über aktuelle Themen wird informiert. Die Situation vor Ort wird diskutiert. Diesmal trafen sich die älteren Damen und Herren im "Robert-Nussbaum-Haus" in Minden. Auch der Bewohnerbeirat des "Feierabendhauses" in Bad Salzuflen war dabei. 365 Jahre Erfahrung brachten die Damen aus dem "Feierabendhaus" mit zum Treffen nach Minden. Ursula Schüren (87), Anneliese Dröge (89), Herta Reibchen (99) und Ingeborg Kopyciok (90) engagieren sich seit Jahren im Bewohnerbeirat ihres Zuhause. In die Abläufe in Bad Salzuflen werden sie von der Einrichtungsleitung Sonja Rodschinka regelmäßig einbezogen. Bei der Verpflegung, der Planung von Veranstaltungen und der Hausordnung wird mitbestimmt. Bei Baumaßnahmen, der Pflegequalität und Maßnahmen zur Verhinderung von Unfällen wirkt der Bewohnerbeirat mit. Sie sind Ansprechpartner bei Beschwerden und setzen sich für die Interessen ihrer Mitbewohner ein. Gerne tauschen sie sich auch mit den Beiräten der übrigen AWO-Häuser aus.

    Die Beteiligung der Bewohner ist im Wohn- und Teilhabegesetz NRW festgeschrieben. Aber sie wird von der AWO auch ohne diesen Hintergrund geschätzt und gefördert. Maria Niggemeier, AWO-Abteilungsleiterin Alter und Pflege: "Die Bewohnerbeiräte tragen mit ihren Ideen und Vorschlägen dazu bei, dass das Leben und Wohnen in den Einrichtungen den Wünschen der Bewohner entsprechend gestaltet wird." Auf der Tagesordnung des Treffens in Minden standen diesmal neben der gegenseitigen Information der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff und die im Pflegestärkungsgesetz vorgesehene Umstellung von Pflegestufen auf Pflegegrade. AWO-Fachreferentin Isabel Althoff informierte und beantwortete Fragen. Die Salzufler Damen berichteten im Gegenzug vom erfolgreichen Sommerfest "Echt lippsk". Auch die Ausflugs- und Freizeitangebote des "Feierabendhauses" haben ihren Geschmack getroffen. Besonders erfreut sind die Damen über den hohen Fachkräfteanteil und die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen im Feierabendhaus.

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