1. Keine Preiserhöhung

    Stadtwerke fangen hohe Kosten auf

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    Lemgo (ag). Die Stadtwerke Lemgo erhöhen die Preise für ihre Kunden im Jahr 2016 nicht. Die Stadtwerke fangen dadurch, dass sie ihre Preise stabil halten, im Strom- und Erdgasbereich mehrere Hunderttausend Euro für ihre Kunden auf. Die Konstanz der Energiekosten für die Verbraucher bedeutet für das Energieunternehmen, dass nach vielen guten Jahren nun mit roten Zahlen gerechnet werden muss.

    Obwohl die Energiepreise fallen, steigen die Kosten für die Stadtwerke. Der Anstieg der staatlichen Steuern und Abgaben – die neben der EG-Abgabe auch Off-Shore-Umlage, Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen-Umlage und die inzwischen weit verbreitete Netzentgeltbefreiung von Industrieunternehmen umfassen – ist größer als der Rückgang der Preise an den Energiemärkten. Auch eine Sonderabschreibung bei den Blockheizkraftwerken in Höhe von 880.000 Euro wiegt schwer. So musste Stadtwerke Geschäftsführer Arnd Oberscheven bei einem Pressegespräch am Mittwoch Ungewohntes ankündigen: Für das kommende Jahr erwarten die Stadtwerke Lemgo einen Verlust von 619.400 Euro. Dabei geht der Geschäftsführer allerdings von einmaligen roten Zahlen aus. Die Gesellschafterversammlung, gleichbedeutend mit dem Rat der Stadt Lemgo, verabschiedete den Wirtschaftsplan der Stadtwerke einstimmig. Dennoch wird weiter investiert. Mit Investitionen in Höhe von fast 8,9 Millionen Euro werden 2016 die Eigenproduktion gestärkt und Versorgungsnetze ausgebaut. So werden die Blockheizkraftwerke Schratweg und Klärwerk für 1,8 Millionen modernisiert. Sie sind zwar noch nicht alt, werden aber durch die Modernisierung erheblich effizienter. "Durch die Investition in unsere Anlagen können wir mehr Strom und Fernwärme produzieren – schließlich entscheiden sich immer mehr Lemgoer bei ihrer Wärmeenergie für unsere Fernwärme", berichtete Arnd Oberscheven. "Aber auch am Energiemarkt können wir so unsere Erfolgsposition ausbauen und günstige Bezugszeiten optimal nutzen: Wir tragen mit unserem flexiblen Erzeugungspark dazu bei, schwankende Strommengen durch die Erneuerbaren Energien auszugleichen." Weitere 5 Millionen Euro der Investitionssumme fließen in die Lemgoer Versorgungsnetze – und zwar nicht nur in die Mittelstraße. Mögliche Investitionen die Windkraft betreffend sind hier noch nicht eingerechnet. Hier wird der Beschluss Anfang des Jahres 2016 abgewartet.

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