1. Großes Interesse und Lob ausgeprochen

    Rund 500 Besucher kommen zum Tag der offenen Tür in die neue Flüchtlingsunterkunft am Luther Weg

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    WUNSTORF (tau). Zu einem Tag der offenen Tür in der neuen Flüchtlingsunterkunft am Luther Weg sind nach Angaben des Betreibers (Johanniter Unfallhilfe) am Mittwochnachmittag rund 500 Besucher gekommen. Mit großem Interesse und vielen Fragen nahmen die Gäste an Führungen durch das Gebäude teil. Viele zeigten sich beeindruckt von dem in kurzer Zeit umgesetzten Raumkonzept. So gibt es Zimmer in verschiedenen Größen, um der jeweiligen Familiensituation der ankommenden Menschen gerecht zu werden. Die Ausstattung ist zweckmäßig. Betten, Schränke, Tisch und Stühle sowie ein Kühlschrank befinden sich in den Zimmern. Küchen und Sanitäranlagen sind als Gemeinschaftsräume konzipiert. Zum Teil konnte die vorhandene Infrastruktur des ehemaligen Bürogebäudes weitergenutzt werden.

    An diesem Donnerstag sind die ersten 30 Menschen in dem neuen Wohnheim angekommen. Es sind vor allem Familien mit Kindern. In der nächsten Woche sollen rund 30 weitere Menschen dazukommen. Den ankommenden Flüchtlingen werden einfachste Dinge des täglichen Bedarfs, wie beispielsweise Kochgeschirr zur Verfügung gestellt. Für die Einrichtungsleitung steht in den ersten Wochen und Monaten das Kennenlernen der Menschen im Vordergrund. Danach werde entschieden, welche Projekte und Angebote gemacht werden können. Ganz oben auf der Prioritätenliste stehen Sprachkurse. Die Johanniter wollen dabei für alle Bewohner gleiche Bedingungen schaffen. Die zum Teil widersprüchlichen Vorgaben der Bundesbehörden, die einige Nationalitäten von einer Förderung ausgrenzen, lehnen die Betreiber ab. Wichtig ist auch die Entwicklung eines Spielraumkonzepts für Kinder. Erfreulicherweise steht eine Grünanlage auf dem ehemaligen Betriebsgelände als Spiel und Bewegungsfläche zur Verfügung. Kontakte zu Vereinen und Jugendtreffs, aber auch zu den Angeboten von Religionsgemeinschaften sollen geknüpft werden. Ein weiterer Schritt wird die Einrichtung eines Cafés der Kulturen sein, das sowohl Bewohner wie auch Nachbarn aus der Umgebung zum gegenseitigen Kennenlernen einlädt. Drei Sozialarbeiter und zwei Hausmeister sind in der Unterkunft beschäftigt. Daneben kommt ein Pool von Übersetzern zum Einsatz. Die Betreiber wollen aber auch die Flüchtlinge selbst einbinden und deren Sprachkompetenz bei der Kommunikation untereinander nutzen. Beim Tag der offenen Tür haben sich viele Menschen bereiterklärt, ehrenamtlich Aufgaben zu übernehmen oder etwas zu spenden. Eine entsprechende Koordinierung der angebotenen Hilfe braucht aber Zeit. Die Johanniter bitten deshalb, konkrete Hilfsangebote an eine zentrale Stelle zu richten. Entweder per Telefon unter 0511/67896633 oder per Email unter fluechtlingshilfe.nb@johanniter.de. Foto: tau

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