REHBURG (jan). Die Stadtsanierung in Rehburg hat im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung des Ortsrates gestanden. Um ein "urbanes Stadtquartier" soll die Rahmenplanung für das Förderprogramm "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" ergänzt werden.
Seit 2009 ist Rehburg in dem Förderprogramm – und seitdem seien einige Gedanken bewegt worden, sagte Björn Polacek aus dem Bauamt in der Sitzung. Was dort an "Gedanken bewegt" wurde, seien in erster Linie die Planungen für Umgestaltungen im Rehburger Ortskern. Jahrelange Überlegungen zu einer Platzgestaltung zwischen Rathaus, Schule und Kindergarten wurden vor Monaten verworfen und wichen einer neuen Lösung, die nun in vielen Gremien diskutiert wird und auch schon einige Hürden genommen hat: der Platz soll nun zwischen Rathskeller und Kirche entstehen, ergänzt durch einen Biergarten und eine Bücherei. Hinter dem Rathaus bis hin zum Kindergarten gehen die Überlegungen nun in eine andere Richtung. Als "urbanes Stadtquartier" bezeichnete Rehburg-Loccums Bürgermeister Martin Franke das, was er sich dort wünscht. Vieles sei im Rehburger Ortskern vorhanden, sagte er: Gewerbe sei dort anzutreffen, das Rathaus, der Rathskeller, die Kirche, Schwimmbad, Schule, Kindergarten – geballt treffe dort alles zusammen, was in einem Ortszentrum auch sein solle. Einen Fehler habe die Stadt innerhalb der vergangenen Jahrzehnte allerdings gemacht, denn Planungen für Wohnbau seien in die Randbereiche des Ortes gelegt worden. Das gehöre jedoch zu einem Ortskern dazu. Und da die Stadt in der glücklichen Lage sei, ein rund fünf Hektar großes freies Grundstück mitten im Ortskern zu haben, solle dort diese Lücke geschlossen werden. Klassische Wohnbebauung mit Einfamilienhäusern schwebt Franke jedoch nicht vor. Vielmehr sieht er als Zielgruppe ältere Menschen, denen ihre Häuser zu groß werden, die aber weiterhin in eigenen Räumen leben möchten und das möglichst auch noch in dem Umfeld, in dem sie ihre sozialen Kontakte haben. Für eine Bebauungsplanung in diesem Sinne, die dann auch in der Fortschreibung der Rahmenplanung des Förderprogramms enthalten sei, warb er im Ortsrat – und stieß auf allgemeine Zustimmung. Das Förderprogramm, das ursprünglich in diesem Jahr auslaufen sollte, werde alle Voraussicht nach fortgeführt, sagte Polacek auf Nachfrage. Das Ende der Laufzeit sei aufgehoben worden und bislang keine neue Frist festgelegt. Üblicherweise würden solche Verfahren dann 15 Jahre laufen.