Augustdorf (rto). So macht Dorfgemeinschaft wirklich Spaß: In der Augustdorfer Dorfmitte herrschte beim Weihnachtsmarkt am vegangenen Wochenende wieder eine tolle Stimmung. Die Atmosphäre des Zusammenhalts entstand durch die Beteiligung von Vereinen, Glaubensgemeinschaften, Kitas, Schulen und Privatpersonen.
Eröffnet wurde der Markt musikalisch am Samstag durch den Posaunenchor der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde, danach begrüßte Bürgermeister Dr. Andreas J. Wulf die Gäste und ehrte die Gewinner des diesjährigen Luftballonwettbewerbes. Parallel schlenderten schon die ersten Besucher gemütlich an den weihnachtlichen Hütten vorbei. Die zeigten bei Einbruch der Dunkelheit, angestrahlt mit warmem Licht, wie schön der Markt wirklich ist. Auf der kleinen Fläche vor dem Rathaus herrschte an beiden Tagen ein reger Besucherzuspruch. An zahlreichen Ständen konnten die Augustdorfer den typischen Weihnachtsgenüssen wie Glühwein, Punsch und kleinen Leckereien frönen. Wem es draußen zu kalt oder zu laut war, der fand im Bürgerzentrum Stände mit Schmuck, Krippen oder handgemachten Geschenkartikel. Wer am Ende der Runde über den Veranstaltungsplatz etwas zu sich nehmen wollte, der fand am Zelt der Bundeswehr-Patenkompanie 2/212 ein preiswertes und umfangreiches Essensangebot. Dazu gab es flotte Musik und einen Becher Glühwein. Aufwärmen konnten sich die Gäste beim Heimatverein. Vertraute Düfte von Bratkartogffeln und Sülze lockten wieder in das Zelt auf der Platzmitte. Natürlich standen die Kinder bei dieser Veranstaltungen im Vordergrund: Fü sie zog der Nikolaus mit seinem Esel über den Markt und verschenkte Süßigkeiten. Die Aufmerksamkeit der jüngeren Besucher galt außerdem dem Kinderkarussell und dem Zelt des Landwirtschaftlichen Vereins: Hier durften die Kleinen Pony und Ziege beobachten und ein Kaninchen auf den Arm nehmen und streicheln. Weil es selbst in der ländlichen Umgebung nicht mehr viele Möglichkeiten gibt, Tiere so hautnah zu erleben, freuen sich viele Kinder jedes Jahr auf diese Begegnung. Die Christliche Gemeinde am Inselweg lud an ihrem Stand zum Basteln ein. Wer wollte, konnte Lebkuchenherzen mit Zuckerschmuck versehen oder unter Anleitung von Ingo Krause mit Hilfe eines Nagels aus alten Getränkedosen kleine Leuchtobjekte fertigen. Auch die Jugendlichen der Freikirche hatten sich eine spannende Aktion ausgedacht. Viktor Schiller erklärte den Mutigen was es mit dem "Jeans hängen” auf sich hatte: Die Teilnehmer mussten sich auf Zeit und unter Anfeuerungsrufen frei schwebend an zwei alten Jeanshosen festhalten, die am Zeltdach befestigt waren. Die sportliche Ausscheidung lief in vier Gruppen, von "Echte Männer” bis "Girlies”– die Besten wurden am Sonntagnachmittag mit kleinen Preisen geehrt. Wie schon in den Vorjahren spenden die meisten Standbetreiber des Weihnachtsmarktes ihre Erlöse an gemeinnützige Einrichtungen.
