reis Lippe/Detmold. Lippes Wirtschaft entwickelt sich weiter positiv. Das wirkt sich auch auf die Insolvenzen aus. In den ersten drei Quartalen dieses Jahres sind die Insolvenzen sowohl im gewerblichen als auch im Privatbereich im zweistelligen Bereich rückläufig, freut sich Axel Martens, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold (IHK Lippe). Insgesamt mussten von Januar bis September dieses Jahres 346 Betroffene den Gang zum Amtsgericht Detmold antreten. Das waren 16,4 Prozent weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum (NRW -6,7 Prozent). "Uns freut nicht nur der Rückgang der lippischen Insolvenzen bei den Unternehmen. Der parallele Rückgang bei den Privatinsolvenzen zeigt, dass die lippische Wirtschaft vermehrt Arbeitsplätze anbietet. Von der Gesamtzahl der Insolvenzen entfielen knapp 30 Prozent auf Unternehmen (-12,5 Prozent). Fast alle Branchen konnten von diesem starken Rückgang profitieren. In erster Linie war der Handel mit 19 Fällen (Vorjahr 21) betroffen. 15 Anträge (Vorjahr 16) kamen aus dem Gastgewerbe. 14 Insolvenzen (Vorjahr 18) meldeten Freiberufler sowie wissenschaftliche und technische Dienstleister. 14 Fälle (Vorjahr 17) betrafen das Baugewerbe. Im verarbeitenden Gewerbe wurden wie im Vorjahr neun Anträge gestellt. 397 Arbeitsplätze (Vorjahr 717) waren durch diese Insolvenzen betroffen. Neben den Unternehmen beantragten in der Zeit von Januar bis September dieses Jahres 248 (-17,4 Prozent) weitere Schuldner die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Die aus den Insolvenzen resultierenden Forderungen summierten sich nach vorläufigen Ergebnissen für Lippe auf rund 99 Millionen Euro.
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Weniger Insolvenzen
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