1. Rückenwind für Wirtschaftsstandort OWL

    CIIT gründet eigene Gesellschaft – Kompetenzen aus Forschung und Wirtschaft

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    Kreis Lippe (nr). Der Wirtschaftsstandort OWL bekommt neue Impulse. Was vor fünf Jahren im Centrum Industrial IT (CIIT) in Lemgo mit der Bündelung von Kompetenzen aus Wissenschaft und Wirtschaft zum Thema intelligente Automation begann, soll mit der Gründung einer eigenen Gesellschaft noch intensiver gefördert werden. Übergeordnetes Ziel ist eine stärkere Platzierung des Wirtschaftsstandortes OWL im internationalen Wettbewerb. "Die Gründung eines Vereins ist ein konsequenter Schritt, um eine gemeinsame Plattform zu schaffen, die Kommunikation und Interaktion fördert, Wissensaustausch und Forschung koordiniert und gemeinsame Außenauftritte generiert", betont Roland Bent, Geschäftsführer Phoenix Contact. Dabei sei ein Verein als rechtliche Form das beste Konstrukt. Ein noch stärkerer Organisationsgrad durch feste Mitarbeiter solle die Kompetenzen nicht nur bündeln, sondern sie gleichermaßen strukturiert lenken. Auch für CIIT-Geschäftsführerin Sybille Hilker ist die neu gegründete Gesellschaft nur die erste Konsequenz einer erfolgreichen Zusammenarbeit von Forschung und Wirtschaft: "Fünf Jahre nach Gründung ist das CIIT als Kompetenzzentrum für die intelligente Automation im In – und Ausland fest verortet. Gestärkt werden der Hightech-Standort Lemgo, die Technologieregion OWL und letztendlich der Wirtschaftsstandort Deutschland." Der Verein Centrum Industrial IT soll das bestehende Kompetenzzentrum zum Thema IT-basierter Automation in OWL konsequent weiter ausbauen und klare Strukturen schaffen. Dabei stünden erst einmal die Bündelung klar definierter Kernkompetenzen im Vordergrund. "Der Verein soll dabei nicht durch die Anzahl der Mitglieder glänzen", so Professor Jürgen Jasperneite (Fraunhofer IOSB in Lemgo), "sondern nach Kompetenzen ausgewählt, vor allem mit innovativen Inhalten einen Beitrag leisten." Dazu würden neben großen Unternehmen auch kleine und mittelständige, sowie Startup Unternehmen zählen. Neben dem Institut für industrielle Informationstechnik der Hochschule OWL und dem Fraunhofer-Anwendungszentrum Industrial Automation sind namhafte Technologieunternehmen der Region Gründungsmitglieder der ersten Stunde. "Vom Austausch zwischen Forschung und Wirtschaft profitieren beide Seiten", ist der Leiter der Weidmüller Akademie, Dr. Eberhard Niggemann überzeugt. "Innovationen finden den direkten Weg in die Praxis und stärken die Innovationskraft der beteiligten Unternehmen in der Region." Durch die Erweiterung des CIIT und die Zusammenarbeit mit der Smart-Factory-OWL, der Hochschule OWL, dem "It´s OWL" und dem neuen "Kompetenzzentrum Mittelstand 4.0", soll aus dem Technologiecampus für intelligente Automation ein Hightech-Standort werden. OWL sei Hochleistungsregion für den deutschen Maschinenbau und zeichne sich durch die hohe Dichte an Unternehmen der Automatisierungstechnik aus. So habe der neu gegründete Verein mit dem Mitglied "OWL Maschinenbau" einen weiteren Zugang zu kleinen und mittelständischen Unternehmen. Um weiter zu kommen, müssten bei einer solchen Zusammenarbeit Wettbewerbsgrenzen fallen, so der Konsens. Professor Stefan Witte, Vizepräsident der Hochschule OWL und Vorstand am "InIT" findet ebenfalls lobende Worte: "Das Forschungsinstitut "InIT" nutzt das CIIT als neutrale und offene Kooperations- und Wissenplatform im Kontext der Industrie 4.0."In gemeinsamen Projekten mit Partnern aus der Industrie könnten so Lösungen für die intelligente Automation entwickelt werden.

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