1. Kreativer Ansatz wird gewürdigt

    Ortsrat unterstützt Integrationsprojekt der Kunstschule

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    WUNSTORF (tau). Die Kunstschule Wunstorf ist dem Aufruf des Ortsbürgermeisters Thomas Silbermann gefolgt und hat zum Thema "Integration – Wir für Wunstorf" ein Kunstprojekt konzipiert und eingereicht, das sich unter dem Motto "Kunst als universelle Sprache / Hand in Hand" an Frauen aus anderen Kulturkreisen richtet. Angesprochen wurden insbesondere Teilnehmerinnen der Deutsch-Sprachkurse für Frauen, die die Stadt Wunstorf im Stadtteil Barne für Flüchtlinge anbietet.

    In dieser Woche besuchten Vertreter des Ortsrates sowie Wunstorfs Gleichstellungsbeauftragte Dorothea Diestelmeier die Kunstschule, um sich das Projekt anzuschauen. Mit dabei ein Scheck in Höhe von 800 Euro als Unterstützung für die integrative Arbeit der Kunstschule. Rund zehn Teilnehmer besuchen die Kurse, in denen es um töpfern, filzen und malen geht. Die Vertreter des Ortsrates lobten vor allem den Ansatz, der das Lernen voneinander fördere und somit einen gleichberechtigten Austausch zwischen den Kulturen ermögliche. Das Kunstprojekt, ein gemeinsames Angebot von Kunstschule und der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Wunstorf ist am 11. November erfolgreich gestartet. Frauen mit ihren Kindern nutzen die Räume der Kunstschule als einen Ort, der Menschen durch künstlerisches Wirken im Miteinander zusammenführt und sie – unter kunst- und kulturpädagogischer Anleitung – voneinander lernen lässt. "Diese Nachmittage sind von einer warmherzigen, menschlichen Atmosphäre und einem wohltuenden und gleichzeitig intensiven Umgang mit dem jeweilig angebotenen Material geprägt", betont die Leiterin der Kunstschule Wunstorf, Ulrike Coldewey. "Hier kommen Menschen zusammen, die sich über die Kunst etwas zu sagen haben, sich ihrem Inneren wieder in anderer Weise nähern und sich ihrer eigenen kulturellen Identität versichern können". Was in diesem Jahr als Pilotprojekt vorerst nur für Frauen der Sprachkurse begonnen hat, soll im nächsten Jahr fortgeführt und ausgebaut werden, wenn die Finanzierung dafür steht: Dann sind interessierte Frauen und deren Kinder in Wunstorf eingeladen, sich in der Kunstschule regelmäßig zu treffen, um sich mit Hilfe künstlerischer Mittel zu verständigen, auszutauschen und sich besser kennenzulernen. "Das ist auch für uns ein spannender und neuer Erfahrungsprozess, den wir gerne gemeinsam mit allen Beteiligten gehen wollen", so Coldewey. Die Kunstschule wird auch im nächsten Jahr weiterhin eng mit der Gleichstellungsstelle der Stadt Wunstorf zusammenarbeiten und darüber hinaus mit Einrichtungen, Vereinen und Gruppen, die sich um zugewanderte Menschen in Wunstorf kümmern. Sobald die Termine und Zeiten für 2016 feststehen, werden sie Anfang des Jahres in der Presse veröffentlicht. Foto: tau

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