1. Hier wird nicht nur gebüffelt

    Sekundarschule stellte sich beim Tag der offenen Tür vor

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    Lügde (afk). Was machen dreckige Fahrräder im Klassenraum? Gehören Hunde auf ein Schulgelände? Und was hat das alles mit den ägyptischen Pyramiden zu tun? Nun, diese Fragen haben sich beim traditionellen "Tag der offenen Tür" in der Sekundarschule Lügde im Johannes-Gigas-Schulzentrum am Samstag beantwortet. "Tue Gutes und zeig es auch" hätte als Motto über diesem Tag stehen können, der die Vielfalt und die Leistungsfähigkeit dieser noch jungen Schulform auf dem Ramberg in Lügde präsentiert. 2013 in der Nachfolge der Haupt- und Realschule eingerichtet durchläuft der erst Sekundarjahrgang nun die 7. Jahrgangsstufe.

    Bei der gemeinsamen Begrüßung in der Aula hatten zunächst die Schüler der Klasse 6a und der Klassen 5a und b die Bühne für sich. Mit dem Banana-Boat-Song, umgesetzt von selbstgefertigten Handpuppen aus Socken, versteckt hinter einer Sichtblende, setzten die Jugendlichen einen fröhlich neckischen ersten Akzent. Die Fünftklässler begrüßten ihre künftigen Mitschüler mit "Applaus, Applaus" von den "Sportfreunden Stiller", ehe Schulleiter Uwe Tillmanns die Sekundarschule inhaltlich vorstellte. 450 Schüler aus Lügde und Umgebung werden von 35 Lehrern unterrichtet – ein sehr gutes Verhältnis, wie der Schulleiter betonte. Anhand eines Schaubildes erläuterte Tillmanns auch den Aufbau der Schullaufbahn der Lügder Sekundarschule, deren Credo "Fördern und Fordern" ist: Jeder Schüler habe die Möglichkeit aus seinen Begabungen etwas zu entwickeln. Sitzenbleiben gibt es bis zur Klasse 8 nicht, aber leistungsstarke Schüler haben Möglichkeiten zum problemlosen Wechsel zum Gymnasium, während auch Vorbereitungen fürs direkt anschließende Berufsleben auf für die Arbeitgeber verlässlich gutem Niveau getroffen werden. An der Schule selbst sind sämtliche Schulabschlüsse der Sekundarstufe 1 zu erreichen. Die Qualität der Schulabgänger sei so hoch, so Tillmanns, dass man seit Jahren schon die Schule mit der besten Übergangsquote in Lippe sei. Dabei wird keineswegs nur gebüffelt: Was neben den erforderlichen Unterrichtsfächern alles geboten wird, erfuhren die Besucher bei diesem Tag der offenen Tür in den Klassenräumen und Fluren: Sowohl naturwissenschaftliche Arbeitsgemeinschaften, wie auch unterschiedlichste Sportarten, Schach, die UNESCO-Gruppe mit ihrem Projekt "South Horr", die Kreativabteilung oder die Schülerzeitung zeigten ihre Arbeiten. Die Kooperationspartner der Schule stellten sich vor. Und selbst die Feuerwehr warb mit kleinen Vorführungen auf dem Schulhof für sich. In einem Klassenraum waren zwei Mountainbikes, untrüglich nach einer Querfeldeinfahrt der AG aufgehängt, auf dem Schulhofgelände zeigten Hunde zweimal eindrucksvoll, was sie an Erziehung genossen haben und erhielten viel Beifall. Der sehr aktive Förderverein der Johannes-Gigas-Schule kümmerte sich wieder darum, dass niemand zu hungern oder dursten brauchte. Die Cafeteria war reichlich mit leckeren, selbstgebackenen Kuchen und Imbiss-Angeboten bestückt und gab Gelegenheit zu Gesprächen. Gleichzeitig informierten die Mitglieder um die Vorsitzende Regina Siegmann über ihre Arbeit, die die Schule vor allem auch finanziell durch Förderung von Projekten außerhalb des Schuletats unterstützt. Die Besucher waren vornehmlich Eltern und Schüler aus den Grundschulen der Umgebung, die in Kürze ihre Entscheidung über die künftige Schule treffen müssen. Bei Führungen durch das Schulgebäude durch die stellvertretenden Schulleiterinnen Petra Hagemeister und Brigitta Wulf lernten die Eltern zunächst das Äußere und die Unterrichts- und Funktionsräume kennen. Dazu erhielten sie zusätzliche Informationen. Wie es im Unterricht zugeht, das soll am 8. Dezember noch genauer vorgestellt werden. Zudem bot die Schulleitung auch Gelegenheit zu beratenden Gesprächen. Auf jeden Fall hatten alle viel Spaß, auch wenn diese Veranstaltung "in eigener Sache" schon zur Routine geworden ist. Dass sie das nicht ist, dafür sorgen dann schon die Schüler stets selbst, wenn sie mit viel Eifer und Begeisterung alle Fragen zu ihren Projekten beantworteten.

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