1. Der Projektor geht mit

    Andreas Varnholt darf sein Markenzeichen mit in den Ruhestand nehmen

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    WUNSTORF (tau). Baureferatsleiter Andreas Varnholt ist im Rahmen einer Feierstunde am Donnerstagabend von Kollegen und Weggefährten in den Ruhestand verabschiedet worden. Als Geschenk gab es unter anderem eines seiner Markenzeichen mit auf den Weg. Den guten alten Tageslichtprojektor. Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt überreichte das eckige Ding am Ende seiner Rede an einen kantigen Typen, wie er sagte. Stadtentwicklung, das geht auch ohne Power-Point-Präsentation. Nur einmal vertraute Varnholt auf die Computer gestützte Technik, im Ortsrat Wunstorf am 26. November 2008, wie Eberhardt bei seinen Recherchen herausfand.

    Varnholts Stärke ist das gesprochene Wort. Er wusste zu überzeugen. In freier Rede trug er die Argumente vor, begründete die Vorlagen seines Hauses – er würde wohl eher von "servieren" sprechen – und vermittelte den Zuhörern damit ein umfassendes Bild, das sich auf den handbemalten Varnholt-Folien vielleicht nicht immer gleich erschloss. So hat der Baudirektor in 32 Jahren so manche Erfolgsgeschichte mitgeschrieben und sich dabei immer am Gemeinwohl orientiert. Dieses Lob gaben ihm vor allem die politischen Vertreter mit auf den Weg und Varnholt selbst gab es an sie zurück. Beeindruckt sei er gewesen, von dem Engagement der gewählten Ratsherren und Damen, deren Interesse an einer guten Entwicklung ihres kleinen Städtchens immer zu spüren war. Ein Glücksfall, wie Varnholt sagt und etwas, dass richtig Spaß gemacht habe. "Wir haben durchaus unterschiedliche Auffassungen und manchmal war Herr Varnholt etwas nachtragend und sperrig. Dennoch, seine kantige und kritische Art hat mich oft zum Nachdenken gebracht und uns gemeinsam für Kompromisse eingenommen. Das ist gut für diese Stadt, denn ich kann mich nicht daran erinnern, dass Dinge grundlegend schief gelaufen sind", so Bürgermeister Eberhardt in seiner Rede. Mit Gewicht und breitem Kreuz wie eine ostwestfälische Eiche habe sich Varnholt vor seine Mitarbeiter gestellt, fügten die Kollegen aus dem Bauamt an. Sie dankten ihrem "Varni" mit einem großen Brief und persönlichen Geschenken. Foto: tau

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