WUNSTORF (gi). Polizeihauptkommissar Karsten Schröder ist Verkehrssicherheitsberater bei der Polizeiinspektion Garbsen und veranstaltet jährlich in den Städten der Polizeiinspektion Garbsen die Aktion "Fit für den Straßenverkehr". In der Feuerwache Wunstorf wurde er unterstützt vom Gesundheitsbus der AOK, der Verkehrswacht, der Feuerwehr und der PD Hannover sowie Beamten des hiesigen Kommissariates. Eingeladen waren die zehnten Klassen (eine neunte Klasse war auch dabei) des Gymnasiums aus Steinhude, der Realschulzweig der Otto-Hahn-Schule, die Fröbelschule und die Graf-Wilhelm-Schule aus Steinhude. "Das sind die Schüler, die sensibilisiert werden sollen für den Führerschein mit 17 Jahren", sagte Polizeikommissar Christoph Baum. Die Veranstaltung teilte sich auf in einen theoretischen Teil, in dem den Jugendlichen unter anderem die rechtlichen Konsequenzen anschaulich dargestellt wurden. Der praktische Teil zeigte den Schülern auf, welche Auswirkungen ihr eigener Körper bei schon einer geringen Einnahme von Alkohol oder Drogen haben kann. Die Jugendlichen bekamen eine sogenannte Rauschbrille aufgesetzt, die einen Promillegehalt von 0,8 bis 1 Promille simulierte. Die Brille nahm Einfluss auf den Gleichgewichtssinn und das Wahrnehmungsvermögen. Die Jungen und Mädchen gingen auf einer Linie entlang, mussten einen Tennisball fangen oder im Bewusstsein eines "Rausches", kleinere Gegenstände vom Boden aufheben und eine Tür öffnen. Die AOK führte einen Seh- und Reaktionstest durch, um damit im Hinblick auf den kommenden Führerschein vielleicht schon eigene Schwächen erkennen zu können.
Die Feuerwehr erläuterte anschließend anhand eines Rüstwagens ihre Einsatzmittel. Sie zeigt den Jugendlichen die Möglichkeiten einer technischen Hilfe bei Unfällen und rundet das mit Fotos aus vergangenen Jahren ab. Ein Lob richtete die Polizei an alle Schüler, sie hätten gut mitgemacht. Kim Adolph von der Realschule aus Steinhude hat bereits ein Praktikum bei der Polizei absolviert und ist an dem Beruf interessiert. Sie fand die Aktion in Ordnung. "Ich habe gelernt, nicht unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen Auto zu fahren", sagte sie. Ebenfalls positiv bewertete Sophia Lück von der Realschule die Aktion. Ihr seien die Dinge bewusster geworden. Die Lehrer Brigitte Staas und Sascha Sokolowski finden es gut, dass mit der Aktion die Schüler auf die Gefahren von Alkohol und Drogen im Straßenverkehr hingewiesen werden. So hätten sie gehört, was rechtlich gestattet und was verboten sei. Foto: gi
