1. Klein, aber eine feste Größe

    Weihnachtsmarkt in der Südstadt mit hohem Überschuss zugunsten der Jugendarbeit

    Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    Oerlinghausen-Südstadt (kd). Der Weihnachtsmarkt im Dietrich-Bonhoeffer-Haus in der Oerlinghauser Südstadt ist recht überschaubar, aber eine feste Größe im Veranstaltungsangebot. Darüber hinaus erfüllt er einen wichtigen Zweck: Mit dem Überschuss wird die Kinder- und Jugendarbeit im Stadtteil unterstützt. Die Spendensumme ist beachtlich. Vor zwölf Jahren entstand die Idee, in der Oerlinghauser Südstadt einen Weihnachtsmarkt zu veranstalten. "Wir wollten etwas für die Belebung des Stadtteils tun", sagte Helga von der Eltz von der Interessen- und Fördergemeinschaft Süd. "Durch die Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde, den Schulen und dem AWO-Zentrum hofften wir Kinder anzusprechen, die ihre Eltern und Großeltern mitbringen." Auch wenn manche zunächst skeptisch waren, habe sich der Weihnachtsmarkt im Laufe der Zeit etabliert. "Er ist klein geblieben, aber immerhin haben wir am ersten Advent einen Weihnachtsmarkt." In den ersten zwölf Jahren konnte ein Reinerlös von insgesamt 10.000 Euro erwirtschaftet werden, teilte Helga von der Eltz mit. "Wir haben uns sehr darüber gefreut, denn die Summe kommt denjenigen zugute, die hier mit Kindern und Jugendlichen arbeiten." In diesem Jahr war ein Teil des Überschusses für die Flüchtlingskinder bestimmt. Auch Pfarrer Jörg Gronemeier hieß die Besucher willkommen und wünschte ihnen eine besinnliche Adventszeit. Das ehrenamtliche Engagement nötigte Bürgermeister Dirk Becker Respekt ab. "Das finde ich toll", sagte er. Nicht nur aus Pflichtgefühl, sondern aus tiefstem Herzen wolle er "allen danken Organisatoren und Mitwirkenden danken." Die Adventszeit sei etwas Besonderes, meinte Becker. Auch diejenigen, die nicht an die christliche Botschaft glauben, könnten zur Ruhe kommen und die Atmosphäre genießen. "Das wünsche ich Ihnen, dass Sie sich das Gefühl aus der Kinderzeit im Alter bewahren", sagte Becker. Mit klassischen Weihnachtsliedern unterhielt dann das Geigenensemble der Oerly Musikschule die Gäste im Dietrich-Bonhoeffer-Haus. Unter der Leitung von Irene Fabian traten sieben Jugendliche auf. Diesmal nicht auf der Bühne, sondern im Publikum im Saal verteilt unternahmen die Mitglieder des Agenda-Chores eine musikalische Schlittenfahrt mit "Jingle Bells" in deutscher Sprache. Dank ausgelegter Textblätter konnten die Besucher einstimmen. Draußen ließ der Schnee noch auf sich warten. Vor dem Eingangsbereich wurden gut geschützt in Zelten Bratwürstchen gegrillt, Glühwein heiß gemacht und Pickert gebacken. Zum Vergnügen der Kinder hatte Schäfer Thomas Rüping vier seiner Tiere mitgebracht, die sogar bereitwillig streicheln ließen. "Ich habe die Tiere mit der Flasche aufgezogen und war häufig in Schulen und Kindergärten zu Gast", erläuterte Rüping, der mit seiner Herde auch in die Sandgrube Hessler zieht. "Einen Namen haben sie aber nicht, ich nenne sie alle Lämmi."

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an