1. Elf Gruppen stellten ihre Arbeit vor

    Meinberger Selbsthilfetag feiert erfolgreiche Premiere

    Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    Horn-Bad Meinberg. Beim ersten Selbsthilfetag in Bad Meinberg haben elf Selbsthilfegruppen ihre Arbeit vorgestellt. Zahlreiche Besucher und viele Patienten ließen sich an den Ständen in der "MediClin Rose-Klinik" beraten oder lauschten den Vorträgen zu Themen wie "Lymphtaping", "Dicke Beine was tun?" und "Adipositas".

    Landrat Dr. Axel Lehmann lobte die gute Zusammenarbeit der Klinik mit den Selbsthilfegruppen: "Sie gehört zu den Pionieren auf diesem Gebiet. Für die Patienten ist das eine hervorragende Sache, weil es auch nach dem Klinikaufenthalt weiterhilft." Dieses Ziel hatte Alice van der Heide von der MediClin Rose Klinik bei der Organisation des Selbsthilfetages im Auge: "Die Patienten können von den Erfahrungen anderer Menschen profitieren. Damit kann ihnen manches Leid erspart bleiben." Gemeinsam mit Julia Becker von der Selbsthilfe-Kontaktstelle des Kreises Lippe hatte sie den Tag organisiert. Sich austauschen, Hilfe zur Selbsthilfe geben, das ist auch das Motto von den "Lip-Mädels", bei denen sich regelmäßig 15 bis 20 Frauen mit Lipödemen treffen. In Zusammenarbeit mit einem Sanitätshaus und Lymphtherapeuten demonstrierten sie Kompressionstherapien und die neue Methode des Lymphtapings. Auch bei den Ständen der Rheuma-Liga, der Adipositas-Selbsthilfe-Lippe oder der Frauenselbsthilfe nach Krebs fanden die Besucher ein offenes Ohr und wichtige Informationen. Dass Selbsthilfe auch sehr bunt sein kann, zeigte Bodypainterin Dani Bekiersch. Sie hat bereits vielen Brustkrebspatientinnen und Menschen mit Handicap mithilfe von Bodypaintings zu einem neuen Selbstwertgefühl verholfen. Um Brustkrebspatientinnen drehte sich auch die zweite große Aktion an diesem Tag: Rund 25 Freiwillige halfen dabei, für sie Herzkissen zu nähen und zu befüllen. Die Patientinnen bekommen sie nach der OP oder während der Reha-Maßnahme überreicht. "Die Herzen können bequem unter dem Arm getragen werden und helfen so, den Druckschmerz zu mildern, die Wunde zu schützen und das Liegen etwas bequemer zu machen", erklärte Michaela Rathkolb vom Verein "Weserbergländer Herzen helfen". 119 Kissen waren das beachtliche Ergebnis des Nachmittags.

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an