Horn-Bad Meinberg. Im Gedenken an die Opfer von Flucht und Vertreibung haben sich am Volkstrauertag zahlreiche Bürger aus Horn-Bad Meinberg und anderen lippischen Orten zu einer Feierstunde in der Burgscheune versammelt. Eingeladen hatte der "Heimattreff", Nachfolger des Bundes der Vertriebenen.
Zu Beginn der Feierstunde stimmte Regina Tarnow auf der Trompete mit "Ich bete an die Macht der Liebe" auf die Feier ein. Am Schluss der Veranstaltung griff sie noch einmal zur Trompete und ließ"Ich hatte einen Kameraden" erklingen. In der Zwischenzeit richtete unter anderem Bürgermeister Stefan Rother ein Grußwort an die Gäste. Heiko Hendriks aus Mülheim an der Ruhr, Mitglied der CDU-Landtagsfraktion in Düsseldorf, erinnerte in einer ausführlichen Rede an das Elend, welches zwei Weltkriege über die Zivilbevölkerung der deutschen und anderer Nationen brachten. Er warnte vor dem Vergessen: Nur das Wachhalten der Erinnerung könne verhindern, dass sich Krieg und Unrecht wiederholten. Auch aktuelle Probleme wie den IS-Terror und die vielen Asylsuchenden brachte er zur Sprache. Für die musikalische Umrahmung der Feierstunde sorgten die Harmonie-Chöre Horn unter der Leitung von Nils Rune Kothen. Seit elf Jahren versammeln sich am Volkstrauertag Heimatvertriebene und weitere Personen an dem von dem verstorbenen Ehepaar Elfi und Ernst Harte gestifteten Denkmal an der Burg, um ihrer verlorenen Heimat zu gedenken und an Massendeportationen, Todeslager und Zwangsarbeit zu erinnern. Das Heimattreffen findet jeden ersten Mittwoch im Monat um 15 Uhr im Burgkeller statt.
