LAUENAU (al). Mit einer neuen Ausstellung will der Heimat- und Museumsverein Lauenau Interesse bei Besuchern wecken. Im Mittelpunkt stehen dabei die Weihnachtsfeiern der ehemaligen Casala-Werke in den fünfziger Jahren sowie die Spielzeugproduktion in der Nachkriegszeit. Die Schau wird am Sonnabend und Sonntag, 5. und 6. Dezember, und damit eben auch am Nikolaustag gezeigt. Für die Vorbereitungen benötigt Vorsitzender Jürgen Schröder jedoch Unterstützung. Das Museum verfügt zwar schon über eine Menge des damals produzierten Sortiments; doch es fehlen noch etliche Teile. Wer Casala-Spielzeug leihweise zur Verfügung stellen kann, sollte sich deshalb an den Vorsitzenden unter der Rufnummer (05043) 1844 wenden. Gleiches gilt für ehemalige Casala-Mitarbeiter oder Angehörige, die als Kind diese Weihnachtsfeiern besucht haben.
Wie beliebt diese Treffen in der Mehrzweckhalle der Albert-Schweitzer-Schule gewesen sein müssen, weiß Schröder von Zeitzeugen. "Mein Vater hat nicht bei Casala gearbeitet und so konnte ich nicht an diesen Feiern teilnehmen", zitiert er eine Lauenauerin, "das fand ich sehr schade, wenn meine Freundinnen mir davon berichteten". Bei der Ausstellung kann die Erinnerung an die damaligen Casala-Gewohnheiten auch ganz konkret aufgefrischt werden: Unter anderem ist das Original-Kostüm des Weihnachtsmanns zu sehen. Ein weiterer Aspekt der Schau ist mit aktuellen Gegebenheiten vergleichbar. Schröder liegt eine Liste vor, die der damalige Firmenchef Carl Sasse im Jahr 1947 erstellen ließ: Es enthält Spielzeug des Unternehmens, das Kindern von "Evakuierten und Flüchtlingen" zur Verfügung gestellt wurde.