Horn-Bad Meinberg (hö). Umwelt- und Klimaschutz sind globale Themen – aber der Schutz der Natur beginnt schon vor der Haustür. Mit kleinen Mitteln und ehrgeizigen Helfern kann ein jeder ein wenig dazu beitragen, die Welt zu retten. Daher hat die Stadt Horn-Bad Meinberg auch in diesem Jahr wieder das ehrenamtliche Engagement für Natur und Klima mit einem Umweltpreis honoriert. Bürgermeister Stefan Rother übernahm mit Freude persönlich die Ehrung der freiwilligen Helfer. Die Schüler, Eltern und Lehrer der Grundschule "Am Silvaticum" wurden mit einem zweiten Platz für ihren Einsatz auf dem Schulgelände geehrt (LA berichtete). Die kleinen und großen Helfer haben mit der naturnahen Gestaltung ihres Schulhofes nicht nur zum Umwelt- und Klimaschutz in der Region beigetragen, sondern auch zur "Ausbildung" der Kleinen als naturverbundene Bürger. 300 Euro gab es für dieses Engagement. Stellvertretend für die ganze Schule kamen Dominika Zinke (9) und Cheyenne Wagner (9) in Begleitung ihrer Lehrerin Ute Lämmchen zur Preisverleihung. "Wir wollen das Preisgeld weiter in unser Projekt stecken", so Dominika. Stolz sind die beiden Neunjährigen auf ihre Urkunde, die in der Schule einen besonderen Platz erhalten soll.
Ein weiterer zweiter Platz ging an die "Heimatfreunde Naptetal" aus Billerbeck. Sie wurden für die Anlage einer Streuobstwiese in der Nähe des Norderteiches geehrt, die eine wertvolle Bereicherung für die Umwelt darstellt. Gepflanzt hatten die Mitglieder alte heimische Obstsorten wie "Jakob Lebel", "Rote Sternrenette", "Gute Graue" oder "Kaiser Wilhelm". Die Streuobstwiesen dienen als Lebensraum und Nahrungslieferant für die Vogelwelt und viele Kleintiere. Durch die Einbeziehung der Kinder der Gemeinde hatte die Pflanzaktion auch einen pädagogischen Effekt. Die Kinder erkannten – teils zu ihrem Erstaunen –, dass Obst an Bäumen und Sträuchern wächst. Der Heimatverein wird das Preisgeld in weitere Pflanzaktionen investieren. "Last but not least" gab es auch einen ersten Preisträger: Der Verein "800 Jahre Bellenberg" wurde für seine Gesamtleistung ausgezeichnet. Mit der regelmäßigen Aktion "kleiner Dorfputz" engagiert sich der Verein einmal im Monat für den Umwelt- und Naturschutz, indem die Mitglieder Obstbäume beschneiden, die Beetpflege am Ehrenmal übernehmen oder im Herbst die Hecken auf den "Stock" setzen. Durchschnittlich unterstützen rund 15 freiwillige Helfer die Aktionen. Stellvertretend für alle Vereinsmitglieder nahmen Olaf Glatzer, Martin Plate und Wolfgang Strüßmann an der Preisverleihung teil und den Scheck über 400 Euro entgegen. "An Ideen, wie wir das Preisgeld in unsere Arbeit einbringen können, mangelt es uns nicht. Vielleicht wird es eine Bruchsteinmauer sein, die auch als Lebensraum für Kleintiere dient", erklärte Olaf Glatzer bei der Übergabe der Urkunde. Unterstützt wurde der Umweltpreis wie gewohnt von der RWE Deutschland AG. "Wir möchten Projekte hervorheben, die ein wesentlicher Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz sind und somit Vorbild für uns alle sind", schloss Kommunalbetreuer Manfred Rickhoff die Preisübergabe.
