Detmold (rto). Mit einem Festakt feierte das Netzwerk Lippe im Detmolder Sommertheater sein 20-jähriges Bestehen. Über 150 Gäste, Wegbegleiter und Mitarbeiter, Sponsoren und Partner, aber auch einige Ehrengäste wie MdB Heinrich Zertik, Landrat Dr. Axel Lehmann, der Hauptgeschäftsführer der IHK Lippe Axel Martens, sowie einige Bürgermeister aus ostwestfälischen Städten und Gemeinden waren der Einladung gefolgt. Das Ensembles ”Vino Rosso” eröffnete den Festakt mit seinen Klängen bevor Moderator Thorsten Wagner die mehr als zweistündige Runde der Redner eröffnete. Viele lobende Worte fand nicht nur der Landrat sondern auch Roland Matzdorf, Leiter der Abt. Arbeit und Qualifikation im Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration des Landes NRW. Die Kostensteigerung im Sozialwesen seien im Jahr 1995 Grund genug für die Kommunen gewesen, sich als Partner zusammen zutun und das Netzwerk zu gründen, sagte der Landrat. "Sie sind mit ihrer Arbeit, schwer vermittelbare Menschen fortzubilden und in Arbeit zu bringen vorbildlich und ein unverzichtbarer Teil von Lippe geworden" lobte Dr. Axel Lehmann die Arbeit von Netzwerkgeschäftsführer Thomas Jekel und seinen Mitarbeitern. "Über die Jahre hinweg ist aus der Kooperation des Kreises, der Arbeitsagentur und der Kommunen eine Struktur entstanden, zu deren aktuell großen Aufgaben jetzt die Qualifizierung und Integration von Flüchtlingen gehört, die im Kreis Lippe blieben", betonte Dr. Axel Lehmann. Roland Matzdorf stellte die Aufgaben des Netzwerkes in den Vergleich mit den Aufgaben des Landes und sprach von vorbildlicher Zusammenarbeit. Er lobte wie Dr. Lehmann die Arbeit der Lippschen Einrichtung auch als Vorzeigeprojekt für andere Regionen im Land und betonte die Notwendigkeit und Wichtigkeit der regionalen Arbeitsmarktpolitik. Der Schwerpunkt seines wortreichen und pointierten Vortages lag aber auf den Herausforderungen der nächsten Jahre. Hier sei Lippe mit der Einrichtung des Netzwerkes und des offensichtlichen guten Zusammenhalts aller Beteiligten wirklich gut aufgestellt, betonte der Regierungsvertreter. "Sie stehen schon jetzt gut da", sagte Matzdorf. Allerdings sprach er in dem Zusammenhang auch eine besorgniserregende Entwicklung im Arbeitsmarkt. So sei eine Zunahme von 450-Euro-Jobs zu beobachten, die wachsende Zunahme von Werkverträgen und die damit in Verbindung stehende Ausbeutung von Menschen. "Hier wird das Land NRW mit der Aktion ’Faire Arbeit – Fairer Wettbewerb” gegenwirken. Dies kann dauern und man muss lernen auch mit der schlechten Bilanz von Langzeitarbeitslosen zu leben", so Roland Matzdorf.
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"Vorzeigeprojekt für andere Regionen"
20 Jahre Netzwerk Lippe – Festakt im Sommertheater
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