Bad Salzuflen. Der Kur und Touristik e.V. sieht die Umbau-Pläne für den Kurpark im Bereich der Wandelhalle (Lippe aktuell berichtete) überwiegend sehr positiv. Das geht jetzt aus einer ausführlichen Stellungnahme der Beherbungsbetriebe hervor.
Der vorgestellte Ansatz des Kurparks als therapeutisch-kommunikativen Mittelpunktes des Gesundheits- und Tourismusstandortes geht aus ihrer Sicht in hervorragender Weise auf die Wünsche und Bedürfnisse der Einwohner und Gäste ein. Die Konzentration auf die wesentlichen Merkmale der Salzufler Gesundheitskompetenz mit Sole und Kneipp stelle ein sinnvolle Erneuerung des Kurparks dar: "Vielfältige Stationen vom Sole-Pott über Ruhezonen bis hin zu Kneipp-Becken und Barfussweg bieten Aufenthalts- und Erlebnisqualität für Gäste und Einheimische. Aus unserer Sicht erhält der Kurpark dadurch einen Mehrwert und eine moderne Anmutung, ohne dabei das Bewährte außer Acht zu lassen", schreibt Michael Sasse, Vorsitzender des Kur und Touristik e.V. in dem betreffenden Papier. Die Aufwertung des Bereiches zwischen Wandel- und Konzerthalle schaffe einen neuen Anziehungspunkt. Die Wandelhalle rücke durch die Verlegung des Eingangs Lietholzstraße aus Sicht der Beherbergungsbetriebe städtebaulich in ein neues Licht. Durch den Abriss des Zwischenbaus und die Neugestaltung des Eingangs Lietholzstraße/Kurgastzentrum würden Besucher zukünftig direkt auf die Wandelhalle zu geführt. Ausdrücklich unterstützen die Gastgeber bei der Neugestaltung des Eingangs Lietholzstraße/Zwischenbau die Wieder-Einrichtung eines Aufzuges. "Im Sinne eines barrierefreien Tourismus und hochwertigen Gästeservices sehen wir den Aufzug an dieser Stelle als unbedingt notwendig an. Auch die zahlreichen älteren Bewohner des Quartiers Lietholz-/ Wenkenstraße werden das zu schätzen wissen", heißt es weiter in der Stellungnahme. Kritisch allerdings sehen die Gastgeber die in den Entwürfen aufgezeigte mögliche Verlegung des Haupteinganges hinter den Konzerthallenvorplatz. Zum einen gehe dadurch Fläche für die therapeutischen und präventiven Angebote des Staatsbades unmittelbar an den Gradierwerken verloren. Zum anderen wären Kurparkeingang und Eingang zum Erlebnisgradierwerk räumlich getrennt. Hier müssten dann zwei Kassen mit entsprechendem Mehraufwand an Personal bedient werden. Was den Verein noch beschäftigt ist, dass bisher noch nicht spruchreif ist, was konkret in der Wandelhalle geplant ist: "Während die Gelder zur äußeren Sanierung der Wandelhalle bewilligt sind und somit den Arbeiten nichts mehr im Wege steht, fehlt noch eine eindeutige Positionierung der politischen Gremien zu der Frage, was sich in der Wandelhalle künftig abspielen soll." "Für die Dauer der Baumaßnahmen im Kurkerngebiet wünschen wir uns eine ähnlich intensive Kommunikationsarbeit wie im Fall der Baumaßnahme Fußgängerzone/Innenstadt", stellt der Kur und Touristik e.V. heraus und regt einen Info-Conatiner im Kurpark an. Auch solle bei dem Gesamtkonzept Kurpark nun das Kurhaus als "zentraler Punkt im Herzen unseres Gesundheits- und Tourismusstandortes" wieder dauerhaft mit Leben gefüllt werden. "Dabei kommen unseres Erachtens nur Nutzungen in Frage, die mit dem gesundheitlich-therapeutisch-natürlichen Gesamtansatz des Kurparks korrespondieren", heißt es seitens der Gastgeber. Sie wünschen sich eine möglichst kurze, konzentrierte Bauphase, um den Gästen und Besuchern Bad Salzuflens keine Dauer-Baustellen zumuten zu müssen. Deshalb halten sie es für sinnvoll und schlüssig, wenn alle sieben Bereiche inklusive Wandelhalle und Kurhaus möglichst zeitnah diskutiert und beschlossen werden. Weiterhin plädieren sie im Hinblick auf die Investitionssumme dafür, dass der Kurpark weiterhin eine geschlossene, ruhige Zone innerhalb des Kurgebietes bleibt. "Hier möchten wir nur die zahlreichen Fälle von Vandalismus in den vergangenen Jahren erwähnen und anregen, spätestens nach Umsetzung der kostenintensiven Maßnahmen über die Wiedereinführung des nächtlichen Sicherheitsdienstes nachzudenken", so der Kur und Touristik e.V.