Kreis Lippe/Detmold (nok). Die Polizei in Lippe erhält bei ihren Streifeneinsätzen ab sofort Unterstützung aus Bayern. Diese steht auf vier Rädern, hat die Bezeichnung 318d touring und ist das neue Dienstfahrzeug der nordrhein-westfälischen Polizei. Am Donnerstag wurden die ersten drei Einsatzfahrzeuge an die Kreispolizeibehörde übergeben. Der neue Behördenleiter Dr. Axel Lehmann überzeugte sich selbst von der Tauglichkeit der neuen Arbeitsgeräte. Es sei ein sehr kompaktes Fahrzeug mit vielen technischen Details, welches den Polizisten im Arbeitsalltag ein hohes Maß an Sicherheit biete, urteilte der Landrat nach dem Probesitzen. Rein äußerlich werden die Sicherheitstools des neuen Streifenwagens an der neongelben Folienbeklebung erkennbar sein. Die floureszierende Folie soll das Fahrzeug auffälliger gestalten und ähnlich wie die Rettungswagen noch deutlicher vom übrigen Verkehr abheben. Der Abschied vom VW Passat wird sich nach Aussage der Direktionsleiterin "Zentrale Aufgaben" Martina Hörster und des Dezernatzsleiters Rainer Fornefeld etwa über zwei Jahre hinziehen. Nach und nach (je nach Anschaffungsdatum) werden die insgesamt 36 Fahrzeuge des Wolfsburger Autoherstellers gegen den "Neuen" aus München ausgetauscht. Dass der Kreis Lippe bei der Einführung der neuen Streifenwagen ganz weit vorne ist, verdeutlichen die Kennzeichen der jetzt ausgelieferten Fahrzeuge. Dem Kürzel der "Gebietskörperschaft" NRW folgt die Ziffer 6 für das Innenministerium NRW und dann die Ziffernfolge 1001, 1002 und 1003. Die neuen Streifenwagen verfügen über 150 PS starke Dieselmotoren mit 2 Litern Hubraum, Automatikgetriebe, einem angepassten Fahrwerk und einer so genannten Runflat-Bereifung. Letztere sorgen durch optimierte Notlaufeigenschaften und einer Flankenverstärkungdafür, das die Reifen auch bei niedrigstem Luftdruck nicht von der Felge springen. Darüber hinaus gehören auch zusätzliche Heckleuchten und dynamische Bremslichter zum Sicherheitspaket des BMW. Dr. Axel Lehmann und Kreisoberamtsrätin Martina Hörster verdeutlichten bei der Übergabe, dass der Markenwechsel keinesfalls mit den kürzlich festgestellten Fahrzeugmanipulationen bei VW zu tun habe. Um stets auf dem neuesten Stand zu bleiben, werden die Einsatzfahrzeuge der Polizei in regelmäßigen Abständen ausgetauscht. BMW habe für die nordrhein-westfälische Landesregierung bei einer vorgeschriebenen, europaweiten Ausschreibung das beste Angebot gemacht. Landesweit werden demnach in den nächsten Jahren insgesamt 1.845 Streifenwagen des bayrischen Fahrzeugherstellers mit einem Gesamtvolumen von 21 Millionen Euro geleast. In den vergangenen drei Jahren ist die Flotte der Streifenwagen in NRW um etwa 7 Prozent reduziert worden.
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Neue Streifenwagen für die Polizei
Land NRW tauscht VW Passat gegen BMW 318d touring
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