1. Mahnende Begegnung mit der Geschichte

    Zentrale Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag des Kreises Lippe

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    Kreis Lippe/Detmold (hn). "1945 befreiten die Alliierten Deutschland vom Nationalsozialismus und beendeten damit das Sterben auf den Schlachtfeldern, in den Vernichtungslagern und in den ausgebombten Städten. Der Zweite Weltkrieg ist heute grausame Geschichte, doch die Weltengemeinschaft nahm keine Vernunft an, dass Sterben in der Welt geht weiter", sagte Landrat Dr. Axel Lehmann in seiner Gedenkrede anlässlich des Volkstrauertages. "Die Schreckensbilder in den Abendnachrichten machen rasch deutlich, dass die Welt auch heute nicht vom Frieden regiert wird und Menschen nach wie vor unter Hunger, Krieg, Verfolgung und Terror leiden. So sind unsere Gedanken auch bei den Menschen im Irak und in Syrien, im Nahen Osten und in der Ukraine, sowie bei den Terroropfern und deren Angehörigen in Frankreich". Mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Christus-Kirche am Kaiser-Wilhelm-Platz wurde die Zentrale Gedenkveranstaltung des Volksbundes, Kreisverband Lippe, durchgeführt. Die wenigen Gottesdienstteilnehmern haben tieferschüttert der Opfer des Terroranschlags von Paris am Freitagabend gedacht. Unschuldige Menschen wegen einer verwirrten Ideologie zu töten, sei ein Angriff nicht nur auf Frankreich, es sei ein Angriff auf die gesamte zivilisierte Welt. Die Predigt der Gedenkfeier hielt der evangelische Pfarrer Maik Fleck. Die Gedenkrede von Landrat Dr. Axel Lehmann anlässlich des Volkstrauertages wurde wegen der schlechten Witterung in der Kirche und nicht am Ehrenmal gehalten. Dr. Lehmann führte an, dass der Volkstrauertag nötig sei, um Erinnern weiterhin zu ermöglichen. Die trauernde Erinnerung dürfe nicht weichen. Berthold Brecht sagte einmal "Der Mensch ist erst wirklich tot, wenn niemand mehr an ihn denkt." Damit genau das nicht geschieht, ist unser heutiges Gedenken an die Toten wichtig. Mit diesem Gedenken ehren wir sie. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge leistet auf vielfältige Weise einen besonderen Beitrag zu einem solchen Erinnern. Das ist ein Beitrag zu Frieden und Versöhnung. In 45 Staaten und auf derzeit 832 Friedhöfen gibt er den Toten ein Grab und ermöglicht damit ein Abschiednehmen, ein Trauern und Erinnern. Geleitet vom Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Detmold trugen zum Abschluss der Gedenkfeier Angehörige der Bundeswehr, der Feuerwehr und der Detmolder Schützengesellschaft Kränze zum Ehrenmal. Zu den Klängen "Ich hatte einen Kameraden", gespielt vom Posaunenchor West, gedachten Brigadegeneral Kai Rohrschneider und Landrat Dr. Axel Lehmann in ehrenvoller Haltung der Gefallenen.

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