Lemgo (la). Der Anfang und die Entwicklung der auswärtigen Kulturpolitik Japans und Deutschlands ist Thema eines Vortrags am Dienstag, 24. November, um 19.30 Uhr im Gartensaal der VHS Lemgo, Breite Straße 10. Referent ist der stellvertretende Direktor des Deutsch-Japanischen Zentrums Berlin. Die Anfänge der auswärtigen Kulturpolitik in Japan und Deutschland wurden in großem Maße vom Eintritt beider Länder in den Ersten Weltkrieg beeinflusst: Im Ersten Weltkrieg wollte Japan die koloniale Position Deutschlands übernehmen und versuchte, die Situation auszunutzen, um die eigenen Rechte und Interessen immer stärker durchzusetzen. Anders verhielt es sich mit der auswärtigen Kulturpolitik Deutschlands. Diese entwickelte sich als eine Aktivität zur Erhaltung der deutschen Kultur in den ehemals deutschen Territorien, denn durch die Gebietsverluste nach der Niederlage im Ersten Weltkrieg sind viele Menschen zu deutschstämmigen Bewohnern geworden. Demnach unterscheiden sich die Hintergründe und Interessenlagen der japanischen und deutschen auswärtigen Kulturpolitik. Allerdings entwickelten sich diese in der gleichen Zeitperiode – zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg bis in die Nachkriegsjahre hinein – wodurch es auch viele gemeinsame Elemente gibt. In diesem Vortrag wird ein Überblick über Gemeinsamkeiten und Unterschiede der japanischen und deutschen auswärtigen Kulturpolitik gegeben: Er beginnt mit der auswärtigen Kulturpolitik beider Länder Anfang des 20. Jahrhunderts und endet mit der Entwicklung der auswärtigen Kulturpolitik der Nachkriegsdemokratie. Dabei wird auch auf die Bedeutung des japanisch-deutschen Kulturaustausches seit der zweiten Hälfte der 1930er-Jahre eingegangen, als sich die politische Zusammenarbeit beider Nationen verstärkte.
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Kulturpolitik in Japan und Deutschland
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