Detmold (ab). Feierabend – ab nach Hause! Jetzt noch schnell die Heizung hochdrehen, damit es schön warm ist, wenn man ankommt. Das geht heutzutage per Smartphone. "Smart Home" nennt sich diese intelligente Haustechnik. Die fünf regionalen Stadtwerke Bad Salzuflen, Detmold, Lemgo, Rinteln und Vlotho bringen das System gemeinsam auf den Markt. Herzstück des Systems, das vom Energiekonzern RWE stammt, ist die Basisstation, die an einen freien Port des heimischen Wlan-Routers angeschlossen wird. Über diese Zentrale werden alle Smarthome-Geräte per Funk gesteuert. Wohlgemerkt nicht über das heimische Netzwerk, sondern in einem eigenen Funknetz. Es gibt Bewegungs- und Rauchmelder, Thermostate für die Heizkörper, Tür- und Fenstersensoren und Steckdosen, die sich an- und abschalten lassen. In Kombination lassen sich Energie und Wärme effizient nutzen. So kann beispielsweise festlegen, dass beim Lüften die Temperatur der Heizkörper heruntergeregelt wird, erklärt Andy Meier, Kundenberater bei den Stadtwerken Detmold. Neben dem Komfort soll auch die Sicherheit gesteigert werden. Der Fenstersensor kann auch einen Alarm auslösen, wenn man nicht zu Hause ist, und das Fenster geöffnet wird. Um den Einbruchsschutz zu erhöhen, kann man das Licht im Haus so schalten, dass es in verschiedenen Räumen zufällig an- und ausgeht. Oder man lässt es flackern, so dass es von außen wirkt, als bewege sich jemand im Haus. Die über Funk vernetzten Rauchmelder erfüllten sogar Brandschutzauflagen für den gewerblichen Bereich, betont Andy Meier. Ob daheim alles mit rechten Dingen zugeht, verraten die Überwachungskameras, die Live-Bilder aufs mobile Telefon schicken. Die gehören zwar nicht zum "Smart Home"-System, lassen sich aber problemlos integrieren. Für den alltäglichen Gebrauch lassen sich Profile anlegen, so dass alles weitgehend automatisch abläuft, etwa zu bestimmten Zeiten, bei bestimmten Ereignissen Geräte angesteuert werden. Wer eine Photovoltaik-Anlage besitzt, kann sie ebenfalls ins Netzwerk einbinden, um eine effiziente Nutzung zu ermöglichen: Der Geschirrspüler legt dann erst los, wenn die PV-Anlage eine bestimmte Leistung erreicht hat. Um "Smart Home" nutzen zu können braucht man lediglich einen Online-Zugang, damit der Kontakt zum RWE-Server hergestellt werden kann. Dafür braucht es nur eine E-Mail-Adresse und ein Passwort. Es werden darüber hinaus keine personenbezogenen Daten gespeichert. Das schafft zusätzliche Sicherheit: Denn selbst wenn es gelingen würde, den Server zu knacken (der Chaos-Computer-Club habe das bisher nicht geschafft, sagt Andy Meier), könnten Datendiebe nicht herausfinden, wo das jeweilige Smart Home sich befindet. Die Bedienung sei recht einfach. Die Konfiguration erfordere eine kleine Einarbeitungszeit. "Unsere Erfahrung zeigt, dass man sich damit beschäftigen muss", sagt Beraterin Manuela Weiß. Danach beherrsche man das System aber gut. Alles lässt sich mit wenigen Fingerstreichen am Smartphone oder Tablet-PC oder auch am Computer steuern. Kunden der regionalen Stadtwerke und der Stadtwerkenergie (Jürgen-Strom und Jürgen-Gas) profitieren von dem persönlichen Service vor Ort. In den Beratungszentren in Bad Salzuflen, Detmold, Lemgo und Rinteln präsentieren die Stadtwerke Demowände mit der neuen Technik. Man muss übrigens kein Wohnungs- oder Hauseigentümer sein, um "Smart Home" nutzen zu können. Auch Mieter können sich das System anschaffen und im Falle eines Umzugs leicht mitnehmen. Preise bleiben stabil Wie die Stadtwerke Detmold am Mittwoch mitgeteilt haben, bleiben die Strom- und Gaspreise im kommenden Jahr stabil. Das gleiche gilt auch für die Fernwärme. "Wir haben gut eingekauft", erklärte Unternehmenssprecherin Eva Ellminger.
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Intelligente Technik fürs eigene Zuhause
Fünf regionale Stadtwerke bringen gemeinsam "Smart Home" auf den Markt
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