HAGENBURG (gi). "Wir stehen wie in jedem Jahr an den Denkmälern der beiden Weltkriege um die gefallenen Soldaten zu ehren, ihrer zu gedenken. Wir denken heute an die Opfer von Gewalt und Krieg, an Kinder, Frauen und Männer aller Völker. Wir gedenken der Soldaten, die in den beiden Weltkriegen starben, auch der Menschen, die durch Gefangenschaft, als Flüchtlinge oder Vertriebene ihr Leben verloren haben", sagte Bürgermeister Josef Vorderwülbecke in der Feierstunde zum Volkstrauertag in der Nicolaikirche. Wegen des starken Regens fand die Ansprache in der Kirche statt. Nun sei aber das Thema Flüchtlinge hochaktuell. Sie kämen aus Syrien, Afghanistan, Afrika und seien Menschen, die aus Angst vor dem Tode ihre Heimat verlassen haben und Sicherheit in Europa suchten. "Auch in Hagenburg müssen Flüchtlinge aufgenommen werden. Ich wünsche mir, dass dies mit Solidarität, Verständnis und ohne Ängste geschieht", so Vorderwülbecke. In Europa besteht seit 70 Jahren Frieden. "Bleibt uns dieser Frieden erhalten oder kommt der Terror von Paris auch zu uns", fragt der Bürgermeister. Er bezeichnete den Terror auch als eine Art Krieg. Es sei eine schreckliche Vorstellung, die Attentäter kämen nach Deutschland und brächten wahllos Menschen um. "Möge Gott uns helfen, dass es nicht so kommt. Möge Gott auch helfen, dass sich dieser Terror nicht weiter ausbreitet", sagte Vorderwülbecke. Der Männergesangverein sang: "Frieden sei dieser Welt beschieden". Die Fragen von Frieden und Versöhnung gingen alle an und seien nicht nur eine Sache von Politikern und Diplomaten. "Jeder kann etwas tun im Rahmen seiner Möglichkeiten", so der Bürgermeister. Foto: gi
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Feierstunde zum Volkstrauertag
Solidarität, Verständnis und keine Angst vor Flüchtlingen
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