Lemgo (pro). Mit einer geschmackvollen Gedenkveranstaltung hat man in Lemgo die Gefallenen und Opfer des Ersten und Zweiten Weltkrieges am Volkstrauertag ins Gedächtnis gerufen. Vor dem Hintergrund der jüngst in Paris verübten Anschläge ließen Bürgermeister Dr. Reiner Austermann und Pastorin Dr. Gönke Eberhardt dieses Thema zuweilen in ihre Ansprachen einfließen: "Es fällt schwer, angesichts der Ereignisse in Paris heute der eigenen Kriegsopfer zu gedenken und den Blick zurück hierher zu richten", bezog sich Austermann gleich mit seinen Eröffnungsworten auf die allgegenwärtige Präsenz der Geschehnisse am vergangenen Freitagabend. "Für eine friedliche Zukunft ist es zwingend notwendig, sich mit der kriegerischen Vergangenheit auseinanderzusetzen", betonte er weiterhin den Stellenwert des Erinnerns für die heutige Gesellschaft. Pfarrerin Dr. Gönke Eberhardt fokussierte sich auf das Gegen-, oder besser, Zusammenspiel von Gut und Böse. "Was auf welcher Seite geschieht, scheint im Blick auf die Anschläge in Frankreich klar." Dass diese Zuordnung sonst oft nicht ganz so einfach sei, zeige sich in der rückblickenden Betrachtung der NS-Zeit, den gängigen Ansichten aus dieser Epoche und ihrem Schrecken aus heutiger Perspektive. Vielen dränge sich bei derartigen Überlegungen die Frage auf, wie man selbst damals gehandelt hätte –"die Frage muss allerdings auch, und vor allem, lauten: Wie handele ich jetzt, in der Gegenwart?" Dazu zitierte Gönke Eberhardt das Buch Römer, Kapitel 12, Vers 21 "Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem" und forderte damit auf, die Empfindungen nicht durch weitere zerstörerische Taten und Worte sprechen zu lassen.
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"Überwinde das Böse mit Gutem"
Zeremonie zum Volkstrauertag am Stumpfen Turm
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