Detmold (la). Mit russischer Schwermut und slawischer Volkstümlichkeit gestalten der Cellist Alexander Gebert und die Pianistin Elena Margolina-Hait das nächste Dozentenkonzert. Die Veranstaltung, die beide im Sommersemester durch eine Verletzung des Cellisten hatten absagen müssen, wird nun nachgeholt. Sie findet am Freitag, 20. November, um 19.30 Uhr im Konzerthaus der Musikhochschule statt. Karten im Wert von 7,50 Euro sind im Haus der Musik, Krumme Straße, und an der Abendkasse erhältlich. Studierende und Schüler erhalten freien Eintritt. Dvoráks Romantische Stücke für Violine und Klavier op. 75, die an diesem Abend für Violoncello erklingen, waren ursprünglich für Hausmusikkreise gedacht, verdienen ihre Erwähnung jedoch im kammermusikalisch-konzertanten Kontext. Sie zeichnen wunderbare Stimmungsbilder aus der tschechischen Natur und Volksseele auf. Franz Schuberts Arpeggione-Sonate a-Moll D 821 ist eine Reminiszenz an ein heute vergessenes Instrument: Die "Bogen-Gitarre"– einem Instrument mit einem gitarrenähnlichen Corpus, das jedoch mit dem Bogen gestrichen wurde. Von den Verwirrungen zweier Weltkriege ist das Werk des russischen Spätromantikers Rachmaninow geprägt. Seine Sonate gehört zum Standardwerk für jeden Cellisten.
Alexander Gebert begann seine professionelle Laufbahn bereits im Alter von zwölf Jahren, als er an der Sibelius-Akademie in Helsinki aufgenommen wurde. Darauf folgte ein Studium an der Warschauer Chopin-Akademie als Stipendiat des polnischen Staates, am Conservatoire de Paris sowie an der Stuttgarter Musikhochschule als DAAD-Stipendiat. Seinen ersten internationalen Cello-Wettbewerb gewann er bereits mit 16 Jahren. Es folgten weitere Preise und Auftritte bei renommierten Musikfestivals in Russland, Finnland und Frankreich. Vor seinem Ruf an die HfM Detmold war Gebert größtenteils freiberuflich als Kammermusiker tätig. Elena Margolina-Hait studierte an der N.A. Rimski-Korsakow-Hochschule für Musik St. Petersburg. 1996 schloss sie ihr Konzertexamen an der HfM Detmold mit Auszeichnung ab. 2014 hat die Pianistin den Ruf als Professorin für Klavier an der Hochschule für Musik in Detmold angenommen. Elena Margolina-Hait wird auch als Jurorin zu verschiedenen Wettbewerben eingeladen. Sie trat als Solistin mit führenden Orchestern wie dem WDR Sinfonieorchester Köln, dem Scottish National Orchestra und dem Staatlichen Akademieorchester St. Petersburg auf. Im November ist ihre neue CD mit Werken von Schubert beim Label Ars Produktion erschienen.
