1. Bürgerbeteiligung zur Kurparkplanung

    Gut besuchte Info-Veranstaltung im Kurhaus in Bad Salzuflen

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    Bad Salzuflen (dib). Das Staatsbad hat im Rahmen der strategischen Neuausrichtung ein Leitbild für die Entwicklung der gärtnerisch gestalteten Kuranlagen erarbeitet. Dazu wurden Pläne zur Umgestaltung des Kurparks entworfen. Am vergangenen Mittwoch fand dazu im Kurhaus eine Informationsveranstaltung statt, auf der Nils Kortemeier als Architekt eines Herforder Planungsbüros den Stand der Planungen einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt hat. Die wichtigsten Zielsetzungen waren: Sanierung und Modernisierung veralteter Kurparkinfrastruktur, Stärkung des therapeutischen Nutzens, Bündelung und Erlebbarmachung von Sole und Kneipp, Verknüpfung der Stationen durch thematische Wege und damit die Steigerung der Erlebnis- und Aufenthaltsqualität, Mehrgenerationentauglichkeit, Belebung der Wandelhalle und ein modernes Willkommenszentrum des Staatsbades zu den Themen Sole und Kneipp. Dazu hat Kortemeier zunächst die positiven und negativen Aspekte herausgestellt. Positiv sind für ihn das Kurhaus, markante Häuserfassaden an der Parkstraße, der Leopoldsprudel und die Salze. "Allerdings", so Kortemeier, "überwiegen zur Zeit die negativen Aspekte." Der Blick zum Kurhaus ist teilweise verdeckt, Einbauten verhindern Durchblicke, der Leopoldbrunnen ist aus verschiedenen Bereichen nicht sichtbar, es gibt zu große befestigte Flächen, der kleine Kurparksee ist nicht barrierefrei zugänglich und die Hauptwege sind zu breit. Planungsprämissen waren: keine Baumfällungen, das Erhalten der Flächen mit Frühjahrsblühern und das Entfernen von Sichtbarrieren. Geplant sind sieben Bauabschnitte mit einem Gesamtvolumen von 4.219.000 Euro. "Um das umzusetzen fordert es die gesamte Kraft der Stadt und der Bürger", sagt der erste Beigeordnete Rolf Oberweis. "Wir müssen die gesamte Bevölkerung mit einbeziehen, damit die Planungen im März 2016 beschlossen, die Bauarbeiten im kommenden Herbst ausgeschrieben werden, und wir im Frühjahr 2017 beginnen können." Weil dann auch der Rote Platz vor dem Kurgastzentrum komplett saniert wird, muss der gesamte Kurpark 2017 für die Öffentlichkeit geschlossen bleiben. Die Sperrung hat, so Kortemeier, auch bautechnische Gründe, weil sich bei einer Neugestaltung in Teilbereichen die Bauphase auf zwei Jahre verlängern würde. Als Ausgleich sind neue Angebote im Landschaftsgarten geplant. Bereits im Frühjahr 2016 sollen der Verbindungstrakt zwischen Wandel- und Konzerthalle und der Fahrstuhl abgebrochen werden. Dann beginnt die energetische Sanierung der Wandelhalle, die bis Mitte 2017 abgeschlossen sein soll. Geplant ist auch die Verlegung des Eingangs Lietholzstraße hinter die Konzerthalle, erreichbar über eine etwa 150 Meter lange Rampe in sechs Teilstücken zu je 25 Metern mit einer Steigung von sechs Prozent, um die etwa 10 Meter Höhenunterschied Lietholzstraße/Kurpark zu überwinden. Weil das aber für Gehbehinderte mit Rollatoren viel zu anstrengend ist, wurde bei der Diskussion mehrfach die Forderung nach dem Erhalt des Fahrstuhls nach dem Umbau laut. Auch der jetzige Haupteingang soll verlegt werden, weil für zukünftige Betreiber des Kurhauses eine Außengastronomie im Kurpark - öffentlich zugänglich - wichtig ist. Das würde zu einer Verkleinerung des Kurparks führen und wurde ebenfalls mehrfach kritisiert. Von den Besuchern angedacht wurde außerdem eine Eingliederung des ehemaligen Museums in die Wandelhalle, öffentlich zugänglich von der Lietholzstraße aus, sowie die bessere Thematisierung des Kneipp-Bereiches. Viele stellten auch die Frage, wie die Schließung des Kurparks für ein Jahr den Bürgern und Gästen vermittelt werden soll. Da bleibt bis zum 30. November noch viel Diskussionspotential. Bis dahin liegen die Pläne in der Bürgerhalle des Rathauses aus. Dort können Bürger ihre Meinungen und Anregungen schriftlich mitteilen. Auch auf der Internetseite der Stadt besteht die Möglichkeit, sich online dazu zu äußern. Und weitere Informationen gibt es auch auf www.bad-salzuflen.de/go/kurpark.

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