Berlin./Altenbergen. "Trotz guter Vorbereitung war es wie ein Sprung ins kalte Wasser." So blickt die neue Bundestagsabgeordnete Petra Rode-Bosse (SPD) auf ihre erste Sitzungswoche in Berlin zurück. Anders als zu Beginn einer neuen Legislaturperiode, wo eine natürliche Zäsur gegeben sei, habe sie sich gleich mitten im Geschehen wiedergefunden: "Es standen wichtige Themen an, bei denen mein Motto ‚Der Mensch im Mittelpunkt‘ eine besonders große Rolle spielt." Ging es in der SPD-Fraktionssitzung vorrangig um die Frage, wie man Flüchtlinge in Deutschland registrieren, aufnehmen und versorgen wolle, standen im Bundestag selbst die Verbesserung der Palliativversorgung und die Neuregelung der Sterbehilfe im Fokus. Ein Thema, welches für sie mit einer schwierigen Gewissensentscheidung verbunden gewesen sei, berichtet die Sozialdemokratin aus Marienmünster-Altenbergen. Sie habe für den Entwurf von Karl Lauterbach (SPD) und Peter Hintze (CDU) gestimmt, so Petra Rode-Bosse. "Mich hat seine Grundlinie überzeugt, schwerstkranken Menschen die Möglichkeit zu geben, selbstbestimmt und mit Würde aus dem Leben zu scheiden. Das habe viel mit Vertrauen zwischen Arzt und Patient zu tun, das nicht durch eine mögliche strafrechtliche Ahndung zerstört werden darf."
Neben den inhaltlichen Debatten, an denen sie in verschiedenen Gremien gleich engagiert teilgenommen habe, sei die Woche von organisatorischen Weichenstellungen geprägt gewesen, erläutert die frisch gekürte Abgeordnete. "Gemeinsam mit meiner Büroleiterin Friederike Linke habe ich wichtige Fortschritte bei der Organisation meines Berliner Büros erzielt." Beispielsweise sei es gelungen, kompetente Mitarbeiter für das Team zu gewinnen.
