1. "Kinderleben" und "Kleinstadtzauber"

    Lesung aus Werken von Luise Koppen

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    Detmold. Zum Abschluss der diesjährigen Seniorentage findet am Freitag, 20. November, um 19 Uhr in der Alten Aula Schule am Wall (Eingang durch das Residenz-Hotel) eine Benefizveranstaltung zugunsten der Sprachförderung von Kindern statt. In einer Lesung stellen der Vorsitzende des Lippischen Heimatbundes, Friedrich Brakemeier und seine Ehefrau Inge-Lore die Detmolder Schriftstellerin Luise Koppen vor.

    1885 im Sauerland geboren, kam Koppen mit zwei Jahren bereits nach Detmold, wo ihr Vater als Pfarrer eine Anstellung fand und später das Amt des Generalsuperindenten ausübte. Sie besuchte die "Höhere Töchterschule" (heute die "Alte Schule am Wall"), an der sie nach bestandenem Lehrinnenexamen fast 25 Jahre tätig war. Eine enge Freundschaft verband sie mit Fürstin Elisabeth zur Lippe, über die sie neben anderen Romanen auch eine Biografie verfasste. Ab 1898 lebte sie als freie Schriftstellerin, zog 1910 nach Berlin, wo sie u.a. Herausgeberin bedeutender Frauenzeitschriften wurde. Auch hier blieb sie Lippe verbunden. Dies zeigt ihr Beitritt zum Lippischen Heimatbund im Jahre 1912, vier Jahre nach dessen Gründung. Ihrer "alten Heimat" Detmold hat sie mit drei Büchern ein literarisches Denkmal gesetzt, zuletzt mit "Kinderleben in einer alten Residenz" das in ihrem Todesjahr 1922 erschien und auch in dem Buch "Kleinstadtzauber", das 1908 erschien. Aus diesen beiden Büchern liest Inge-Lore Brakemeier Anekdoten "von Fürstens", Heiteres aus der alten Residenz aber auch zutiefst anrührende Erzählungen wie "Mieles Freundin". Begleitend dazu stellt Friedrich Brakemeier den eindrucksvollen und für die damalige Zeit ungewöhnlich emanzipatorischen Lebenslauf von Luise Koppen vor. Beide Werke hat der Heimatbund wieder aufgelegt. Sie können in der Veranstaltung erworben werden (12,50 bzw. 9,80 Euro). Der Eintritt kostet 5 Euro. Den Erlös und weitere Spenden erhält die Ehrenamtliche Freiwilligen Agentur ("Efa") der Bürgerstiftung.

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