1. Jugendwehr putzt Stolpersteine

    Erinnerung an die Opfer von Verfolgung und Ermordung

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    Lemgo. Anlässlich der Gedenkveranstaltung zum 9. November hatte sich die Jugendfeuerwehr Lemgo bereit erklärt, die Stolpersteine zu putzen. Die 10 mal 10 Zentimeter großen Betonsteine mit Messingbeschlag, die mit den Namen der Opfer und deren Schicksal versehen sind, wurden durch die Witterungseinflüsse zusehends dunkel und fielen im Straßenbild kaum noch auf.

    Das änderte sich, nachdem sie poliert wurden: Innerhalb einer guten Stunde waren alle 51 Stolpersteine in Lemgo auf Hochglanz poliert. 20 Mitglieder der Jugendfeuerwehr Lemgo, Mädchen und Jungen im Alter von 10 bis 17 Jahren, haben sich mit großem Engagement der Sache angenommen. Vor Beginn der Putzaktion gab es Informationen von Liesel Kochsiek-Jakobfeuerborn und Detlef Höltke, beide vom Verein Stolpersteine in Lemgo e.V., über das Schicksal der Lemgoer Familie Frenkel und über die Entstehung des Projektes Stolpersteine. Detlef Höltke: "Wir haben uns sehr über das Angebot und das Engagement der Feuerwehr Lemgo gefreut. Wir versuchen, gerade junge Menschen an das Projekt heranzuführen." 2009 war der Kölner Künstler Gunter Demnig in Lemgo, um die ersten Stolpersteine zu verlegen, mittlerweile sind es 51, die er in das Lemgoer Pflaster verlegt hat, um an die Opfer von Verfolgung und Ermordung zu erinnern. Das Projekt ist im November 2015 europaweit auf 55.000 verlegte Stolpersteine angewachsen.

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