Leopoldshöhe (kd). Der "Weihnachtszauber" auf dem Heimathof in Leopoldshöhe hat sich zu einer festen Größe entwickelt. Der Kunsthandwerkermarkt fand jetzt zum 13. Mal statt und noch nie haben so viele Aussteller aus ganz Ostwestfalen mitgemacht. Die Besucher fanden ein großes Angebot an Geschenken – für andere oder sich selbst. "Nähen macht mir einfach Spaß", meinte Carola Hamm. "Ich denke mir die Schnitte aus und nähe auch selbst." Die Oerlinghauserin bevorzugt für die Kleider, Jacken und Röcke in intensiven Farben und originellen Mustern. Die ausgefallenen Stoffe bezieht sie aus den Niederlanden, aus Italien und Dänemark. In diesem Jahr sind Ponchos sehr angesagt. "Das ist aber für mich keine Herausforderung, denn im Grunde gibt es nur eine Naht", meinte Carola Hamm. Da ihre Kundinnen aber immer wieder nachfragten, fertigt sie inzwischen auch Ponchos an. "Und da ich jeden Stoff nur ein Mal verwende, ist jedes Teil ein Unikat." Carola Hamm entwickelt nicht nur Designideen, sie hatte auch den Einfall für den "Weihnachtszauber", den sie jedes Jahr organisiert. Diesmal wurden an 39 Ständen individuelle Produkte aus eigener Herstellung angeboten, vier mehr als im Vorjahr. Auch Karin Jostameling aus Rietberg war der Markt empfohlen worden und wurde angenehm überrascht. Ihre selbstgebackenen Kekse überzeugten viele der Besucher auf dem Heimathof. "Das ist ein kleines Hobby von mir", sagte sie. "Alles einzeln ausgestochen und verziert." Zum "Durchknabbern" reichte Karin Jostameling gern Probierhäppchen an – vom Berliner Brot über Ischlerherzen bis zu den Haferflockenplätzchen. Die jüngste Kreation sind die Dinkel-Cranberry-Plätzchen mit braunem Rohrzucker. "Ein Windlicht kaufen, zwei mitnehmen", lautete das Angebot am Stand von Daniela Froh. Kreatives aus Filz ist das Hobby von Jutta Ortmanns aus Langenberg. Mit ihren farbenfrohen Schmucknadeln "kann man jedes Kleid aufpeppen und Pfiff reinbringen", meinte sie. Hans-Peter Seidel aus Oerlinghausen hat sich auf Holz spezialisiert. Seine Futterhäuschen, Bienenhotels und Fledermauskästen dienen nicht nur den Tieren, sie sehen auch geschmackvoll aus. Im vergangenen Jahr hat Grit Schwerdtfeger aus Augustdorf so gute Erfahrungen mit dem "Weihnachtszauber" gemacht, dass sie jetzt gern wiederkam. Aus Filz gestaltet sie Fingerpuppen, Sitzkissen und Taschen. Blickfang an ihrem Stand war ein riesiger Hausschuh in Form einer Maus, der als Katzenbett dienen kann. "Es ist immer wieder schön hier", meinte Olga Mesterheide aus Preussisch Oldendorf. Sie hat sich zur Fachfrau für Marmeladen und Gelees entwickelt. "Es sind alles eigene Kreationen", betonte sie und wies auf eine große Vielfalt an bunten Gläsern. Die Kompositionen reichten von Karotte-Aprikose und Erdbeer-Ananas über Kürbis-Orange bis zu Eberesche-Zwetschge-Apfel. Nicht nur wegen des Geschmacks, sondern auch wegen des Aussehens war die Holundermarmelade sehr begehrt. Im Frühjahr sammelt Olga Mesterheide einzelne Blüten des Holunderbusches, die der "Sterntaler"-Marmelade eine individuelle Note verleihen. Der Erfolg des Kreativmarktes ist aber auch mit viel Arbeit verbunden. "Ich wollte die Organisation des Weihnachtszaubers schon an andere abgeben, aber es wollte niemand übernehmen", sagte Carola Hamm. "Also muss ich es wohl weitermachen, zumindest bis zum 15. Mal."
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Geschenke – für andere oder sich selbst
"Weihnachtszauber" in Leopoldshöhe ist für individuelles Kunsthandwerk bekannt
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