Detmold (ck). Einmal im Jahr veranstalten die Mitglieder der Frauenselbsthilfegruppe Detmold einen Basar im Awo-Begegnungszentrum an der Elisabethstraße 45-47. Hier finden sich attraktive Angebote von selbstgemachten Geschenkideen, über thematische Holzarbeiten, Kaminholzengel, Filz- und Papierarbeiten, Strick- und Nähobjekte, Liköre, Marmeladen, Kekse und individuelle Postkarten. Gleichzeitig bietet eine Cafeteria mit selbstgemachten Kuchen und belegten Brötchen Zeit und Möglichkeit zu gegenseitigem Austausch und Entspannung. "Wir treffen uns am zweiten und vierten Dienstag im Monat hier in der Elisabethstraße, Interessierte sind gerne willkommen", sagt Vera Dörfling, Vorsitzende der Gruppe, die zum Landesverband NRW der Frauenselbsthilfe nach Krebs gehört. "Es gibt 45 Gruppen in NRW.
Regional stehen die Gruppen aus Paderborn, Minden, Lübbecke und Detmold untereinander in Kontakt. Wir haben 35 Gruppenteilnehmer hier in Detmold", so Dörfling, die wie die anderen Gruppenmitglieder eine Krebserkrankung überstanden hat. "Wir arbeiten nach dem Motto: Auffangen, informieren, begleiten", so ist auch der Flyer benannt, der unter der Schirmherrschaft und mit finanzieller Förderung der Deutschen Krebshilfe, ausliegt. Der Kontakt zur Gruppe beginnt meistens mit einem Anruf "Ich habe Krebs". "Die Menschen stehen unter Schock. Ihr Leben gerät aus den Fugen. Wir nehmen uns dann die Zeit und das Gespräch entwickelt sich. Viele sind schon sehr gut informiert, andere wollen wissen, worauf sie achten müssen und was sie falsch machen können", erklärt Dörfling, die auch Ansprechpartnerin für die Angehörigen ist. Allerdings melden sich die meisten Erkrankten, übrigens nicht nur Frauen, wenn sie in der Therapie sind und die ersten Probleme auftauchen. Die Nebenwirkungen der Therapie machen allen sehr zu schaffen, hier kann die Gruppe sehr hilfreich unterstützen. Die, die sich erst nach Therapie melden, haben oft Angst etwas versäumt zu haben. "Jetzt beginnt die Zeit des Denkens, plötzlich steht man allein da, obwohl es den meisten nicht gut geht. Nach Ende der Akut-Therapie ist es wichtig den Rat und Austausch mit Gleichgesinnten zu haben", weiß Dörfling aus der eigenen Erfahrung. "Wir haben eine erlebte Erfahrungskompetenz – wir haben auch alles durchgemacht. Wir kennen die Ängste und können uns gut in die anderen hineinversetzen." Der Bundesverband bietet hier ein Netzwerk, gerade auch für junge Frauen. "Mittlerweile gibt es auch Männergruppen, allerdings nicht in Detmold. Ich wäre aber gerne bereit beratend zu unterstützen, falls eine Gruppe gegründet werden möchte", betont Dörfling, die wie alle anderen ehrenamtlich tätig ist. Holz zum Basteln benötig "Wir sind auf Spenden angewiesen, im nächsten Jahr haben wir unser 35-jähriges Bestehen, wir freuen uns über jede Spende", sagt die Vorsitzende. Derzeit braucht die Gruppe vor allem auch Vollholzspenden für ihre regelmäßig stattfindende Kreativwerkstatt. Der nächste Gruppennachmittag findet am 24. November um 15 Uhr in der Awo-Begegnungsstätte an der Elisabethstraße statt. Interessierte nehmen am besten vorher Kontakt auf mit Vera Dörfling unter der Rufnummer (05231) 9611758. Weitere Infos gibt es online auf www. fshdt.pdseiten.selfhost.me
