D etmold (ab). Der Stiftungsrat der diakonis-Stiftung Diakonissenhaus bekommt einen neuen Vorsitzenden. Ab 1. Januar übernimmt Dr. Burkhard Steglich das Amt als Nachfolger von Günter Hass.
Hass, der aus Altersgründen aus dem Stiftungsrat ausscheidet, war seit 2006 Vorsitzender des Gremiums. Eine bewegte Zeit: So stand 2009 eine große Namensänderung an. Damals hatte diakonis weitere Häuser, beispielsweise in Lage, übernommen. Damals wollte man alles unter einem Dach zusammenführen, um auch den Wiedererkennungswert zu steigern, erinnert sich Günter Hass. Aus dem evangelischen Diakonissenhaus Detmold wurde so die diakonis-Stiftung Diakonissenhaus. Gesetzliche Änderungen – Stichwort "Einbettzimmer"– machten Neu- und Umbauten fällig. Rund 50 Millionen Euro wurden dafür in Detmold, Lage und Schlangen in den vergangenen knapp 10 Jahren investiert. "Es ist kein Zimmer gleich geblieben", sagt Gerhard-Wilhelm Brand, Theologischer Vorstand von diakonis. Das Projekt ist noch nicht abgeschlossen. diakonis-Einrichtungen In Augustdorf und Hörste sollen noch kleine Anbauten bekommen. Am Weberhof in Hörste könnte es sogar noch in diesem Jahr losgehen. "Die Finanzierung steht", sagt Hass. Augustdorf soll 2016 fertig werden. Weitere Expansionspläne habe man derzeit nicht. "Wir fühlen uns wohl damit, was wir geschaffen haben", sagt Hass. Und das sei stets Teamarbeit gewesen und die Zusammenarbeit aller Gremien (Verwaltung, Stiftungsrat und Mitarbeiter). "So ein Ehrenamt wie dieses hier, wo man etwas bewegen kann in überwiegender Harmonie, das macht Spaß", bilanziert Hass. Derzeit hat diakonis in seinen Häusern über 1.000 Bewohner, die von über 100 Mitarbeitern betreut werden. Nimmt man die ehrenamtlichen Helfer hinzu, seien es weit über 1.000 Mitarbeiter, betont Brand. Ab 1. Januar übernimmt Dr. Burkhard Steglich den Vorsitz des Stiftungsrates. Der 62-Jährige frühere Sozialdezernent der Stadt Detmold gehört dem achtköpfigen Gremium bereits seit vielen Jahren an und war zuletzt stellvertretender Vorsitzender. Aufgaben in der Zukunft gibt es reichlich. So stehe die Überarbeitung der Stiftungssatzung an, sagt Steglich. Eine wirtschaftliche Herausforderung werde das "Pflegestärkungsgesetz 2". Hier werde man den Fokus auf die ambulante Versorgung richten. Darüber hinaus gehört es zu den Aufgaben des Stiftungsrates, für ausreichendes und gutes Personal zu sorgen. Probleme, Fachstellen und Ausbildungsplätze zu besetzen, habe man als größter Anbieter in der Altenhilfe in Lippe aber nicht, betont Axel Schulz. "Wir sind in Lippe der Benchmark für andere Betriebe. Das gilt es zu halten", so Schulz weiter.
