1. Da die Heizung, dort die Glocken

    Kirchengemeinden Cappel und Istrup hoffen auf Unterstützung

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    Cappel/Istrup (lig). In Istrup ist es die Heizung, in Cappel sind es die Glocken: In beiden Kirchengemeinden stehen große Investitionen an, die die jeweilige Kirchengemeinde aus ihrem Haushalt nicht finanzieren kann. Jetzt wendet sich Pfarrerin Iris Beverung mit den Kirchenvorständen an ihre Gemeinde mit der Bitte um Unterstützung. Briefe mit diesem Anliegen werden an diesem Wochenende mit dem Kirchenblatt in die evangelischen Haushalte verteilt.

    "Keiner soll mehr kalte Füße bekommen in unserer Kirche", sagt Beverung, die die Aktion in Istrup auch danach (Kalte Füße) benannt hat, denn leider hat es schon einige Male Ausfälle gegeben. Die bisherige Ölheizung ist in die Jahre gekommen. Sie hat einen einzigen Kreislauf, der die Kirche sowie auch das Gemeindehaus heizt. Die Rohrverbindungen verlaufen unter einem Rasenstück. Nun benötigt die Kirchengemeinde eine funktionierende Heizung, die auch energetisch auf dem neuesten Stand sein soll. Installiert werden soll eine Gasheizung. Die Kosten belaufen sich auf 25.000 Euro. In den vergangenen drei Jahren wurden schon Kollekten dafür gesammelt, doch ergab dies insgesamt eine Summe von knapp 2000 Euro. "Aus dem Haushalt ist die neue Heizung nicht zu machen", so die Pfarrerin, die auf Unterstützung hofft. Unterstützung wird auch in Kirchengemeinde Cappel benötigt, denn auch hier stehen große Investitionen an. Die Eisenhartgussglocken der Gemeinde weist Rostbefall auf und einige Ecken sind auch schon heraus gebröselt. Doch noch schlimmer ist, dass ein Sachverständiger festgestellt hat, dass auch die Aufhängung irgendwann brüchig wird. Ebenso wie in Istrup, kann die Gemeinde dies nicht aus ihrem Haushalt finanzieren. "Und hier reden wir von deutlich höheren Kosten als bei der Heizung in Istrup", so Beverung. Die Gemeinde hat nun zwei Optionen: Die Glocken neu gießen lassen oder Bronzeglocken übernehmen, die an anderer Stelle nicht mehr benötigt werden. Die zweite Variante wäre die Günstigere, wie Beverung sagt. Ganz aktuell erfuhr die Pastorin von dem Glockensachversständigen, dass es eine potentielle Glocke gibt, die in einer Kirche hängt, die stillgelegt werden soll. Die Glocke (Bronze fis von 1934) und die Kirche stehen unter Denkmalschutz. Der Sachverständige bemühe sich darum, dass die Glocke weiterhin liturgisch genutzt werden könne. Es sei aber noch nicht entschieden, ob die Glocke zur Verfügung stehen wird. "Sollte es gelingen, könnte diese Glocke ein erster Baustein für ein neues Geläut sein", so Beverung.

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