Lemgo. Im Forum des Engelbert-Kaempfer-Gymnasiums findet am 18. November die 1. Lippische Parkinson-Akademie für Patienten und ihre Angehörigen statt.
Die Parkinson’sche Erkrankung ist eine der häufigsten neurodegenerativen Erkrankungen, die in Deutschland allein etwa 300.000 Patienten betrifft. Pro Jahr kommen zirka 20.000 Neuerkrankungen hinzu. Die Zahl der tatsächlich Betroffenen wird von den Experten weit höher geschätzt. Der Grund: Parkinson beginnt schleichend und kann über Jahre unspezifische Symptome aufweisen. Häufig wird die Erkrankung erst dann bemerkt, wenn die flüssige Steuerung der Bewegungsabläufe nicht mehr gelingt und die typischen Symptome wie das Zittern, die Steifigkeit und Ungeschicklichkeit und die Gangstörung auftreten. Eine Vielzahl von weiteren Symptomen gibt aber schon früh Hinweise auf die Erkrankung und eröffnet somit auch den Weg für eine frühzeitige Behandlung. Obwohl die Parkinson’sche Erkrankung immer noch nicht heilbar ist, wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche neue Medikamente entwickelt, die die Symptome der Patienten mit deutlich weniger Nebenwirkungen lindern und auch den Krankheitsverlauf und die Komplikationen im Verlauf der Erkrankung günstig beeinflussen. In der Parkinson-Therapie spielen aber auch nicht-medikamentöse Therapien wie gezielte Physio- und Ergotherapie und Logopädie eine wesentliche Rolle. Darüber hinaus haben zahlreiche Studien gezeigt, dass regelmäßige körperliche Aktivität den Verlauf der Erkrankung verlangsamt. Aber welche Übungen und Therapien sind wann sinnvoll? Und was müssen Parkinson-Patienten beachten, wenn sie sich zum Beispiel einer Operation unterziehen müssen? Informationen zu diesen und anderen Fragen sind Thema der 1. Lippischen Parkinson-Akademie, zu der die Klinik für Neurologie am Klinikum Lippe zusammen mit der Deutschen Parkinson Vereinigung am 18. November 2015 von 16 bis 18 Uhr ins Forum des Engelbert-Kaempfer-Gymnasiums in Lemgo, Rampendal 63, einlädt. Parkinson-Experten werden in Kurzvorträgen nicht nur den aktuellen Wissensstand zu diesem wichtigen Thema vorstellen, sondern auch mit Patienten und Angehörigen ins Gespräch kommen und diskutieren. Alle Betroffenen und ihre Angehörigen, aber auch alle anderen Interessierten sind zu dieser Informationsveranstaltung herzlich eingeladen.