1. Schöngerechnete Ausbauvariante erhält den Vorzug

    Politik will sich auf jeden Fall für verbesserten Lärmschutz an Bahngleisen einsetzen / Hohes Verkehrsaufkommen

    Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    WUNSTORF (tau). Wie der wachsende Güterverkehr im Norden über die Schienen der Bahn künftig abgewickelt werden wird, bleibt weiterhin offen. Zwar hat sich die Landesregierung auf die sogenannte Alpha-Trasse in der optimierten Variante E letzte Woche festgelegt, doch das bedeutet in der Gesamtschau wenig. Denn auch andere Bundesländer haben ihre zum Teil abweichenden Wünsche formuliert und am Ende entscheidet der Bundestag über den Verkehrswegeplan.

    Die Alpha-Trasse Variante E betrifft auch Wunstorf. Sie sieht eine sogenannte Blockverdichtung auf dem Abschnitt zwischen Nienburg und Wunstorf sowie neue Überholgleise vor. Bringen wird das Ganze aber kaum etwas, denn schon jetzt hat die Trasse ihre Kapazitätsgrenze erreicht. Damit die Variante, die nach dem Ausschluss der favorisierten Y-Trasse, aus Kosten/Nutzen Sicht überhaupt sinnvoll erscheint, muss eine weitere Voraussetzungen zwingend gegeben sein. Der Ausbau der Strecke Uelzen-Halle würde die Alpha-Trasse Variante E nach neuen Berechnungen der Bahn knapp als nützlich erscheinen lassen. So oder so bleibt das Verkehrsaufkommen auf der Schiene hoch. Doch nicht überall gibt es einen entsprechenden Lärmschutz zur angrenzenden Wohnbebauung. Insofern berge ein möglicher Ausbau der Strecke auch die Chance, diesen an jenen Stellen zu verwirklichen, wo er noch fehlt, meinen die Wunstorfer Ratspolitiker. Die CDU Fraktion legte in der jüngsten Sitzung des Umweltausschusses sogar ein Papier mit Kernforderungen vor. Darin ist auch die Beseitigung höhengleicher Bahnübergänge in Form von Unter- und Überführungen genannt. Einen Fragenkatalog zu den Lärmschutzmaßnahmen, Ausweichgleisen und zu einer besseren Einbettung der Schienenstränge nahm die Verwaltung zur Kenntnis. Antworten darauf, sofern das möglich ist, will die Verwaltung in einer der nächsten Sitzungen geben. Foto: tau

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an