1. Paraderolle für Lars Bücherl

    Premiere auf der Lagenser Bühne: "Meine fünf Frauen"

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    Lage (js). Bereits der Titel der neuen "LaBüVision"-Inszenierung lässt das Chaos erahnen. "Meine fünf Frauen" heißt die neue Boulevardkomödie aus der Feder von Frank Pinkus, in der Lars Bücherl über sich hinauswächst und die Zuschauer mitnimmt in einen Abend voller Irrungen und Wirrungen.

    Rechtsanwalt Tom Beerbaum hört mit dem Rauchen auf. Diese Rauchentwöhnung wird zu einer Zerreißprobe für seine Ehe, an der ihm nun scheinbar nichts mehr gefallen möchte. Denn allmählich beginnt Tom etwas an seiner Frau Maria (Sandra Wemhörner) zu vermissen, was er früher in ihr gesehen hat: das Kreative, das Aufregende, das Geheimnisvolle, das Spontane und das Naive. Für Tom völlig unerwartet, setzt seine Frau Maria ihn kurzerhand vor die Tür, nicht auf Dauer, sondern nur für ein halbes Jahr. Nacheinander begegnet er nun verschiedenen Frauen, die auf ihre ganz eigene Weise seine Ideale verkörpern. Dass das alles ein ausgeklüngelter Plan seiner Frau ist, ahnt Tom Beerbaum natürlich nicht, als die verrückteste Zeit seines Lebens beginnt. Zunächst trifft er auf Hanna (Elke Mellies), die für Tom das Mütterliche widerspiegelt. Sie kocht für ihn und will ihn auch schnell in ihrem Bett, allerdings nur angezogen. Ihr folgt die verrückte Künstlerin Mona K. (Svenja Jaeckel), die es zwar auf seinen Körper abgesehen hat, leider aber nur als Kunstobjekt. Eine "Bettgeschichte" stellt sich dann aber doch mit der reichen Erbin Lea (Isabelle Konradt) in Aussicht. Den "Tornado" wird Tom mit ihr allerdings nur erleben können, wenn er sich mit Plüschhandschellen gefesselt von ihr auspeitschen lässt. Keine rosigen Aussichten. Zu guter Letzt lernt er noch seine Nachbarin Sarah (Lisa Marie Wiegand) kennen. Ein peinlicher Zufall, denn Tom steht eines Nachts betrunken und halbnackt bei ihr vor der Tür. Für die männerscheue und naive Klavierstudentin ein Fauxpas, der sie vollends überfordert und so steckt sie Tom kurzerhand in einen Müllsack, den sie gerne bald gegen ein Seidennachthemd austauschen möchte. Am Ende treffen dann alle vier Frauen aufeinander und fordern ihre Versprechen ein, die Tom ihnen gegeben hat. Der chaotische Finalschlag beginnt ... Wieder einmal ist es LaBüVision gelungen eine mitreißende Komödie zu inszenieren, die Lars Bücherl, seinen fünf Mitspielerinnen sei Dank, doch sehr ins Schwitzen kommen lässt, mehr noch als er es ja bereits erfolgreich in "Allein in der Sauna" tat. Dass bleibt natürlich nicht ohne Folgen und da sind die Nebenwirkungen für das Publikum dann vorprogrammiert: Muskelkater im Bereich der Bauchgegend.

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