1. Aus Mitschülern von damals wurden Freunde fürs Leben

    50 Jahre nach der Schulentlassung halten die alten Bande

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    Lügde (afk). So etwas nennt man wohl Treue! Vor 50 Jahren verließen rund 60 Jungen und Mädchen des Einschulungsjahrgangs 1957 nach achtjähriger Schulzeit die damalige Katholische Grundschule St. Marien (heute Gemeinschaftsgrundschule St. Marien) in der Waldstraße in Lügde. Einige von ihnen gingen direkt in Berufe, andere besuchten berufsbildende oder weiterführende Schulen und verteilten sich später in viele Regionen des Landes. Aber der Kontakt untereinander riss eigentlich nie ab, der Zusammenhalt der Entlassungsschülerinnen und -schüler dieses zahlenmäßig damals sehr starken Jahrgangs ist geblieben.

    Man feierte die erste Kommunion und 2010 die Goldene Kommunion zusammen und verlor sich in den Jahrzehntenn nie aus den Augen. Bereits im Jahr 1985 organisierte man ein erstes Klassentreffen, 1991 ein zweites und 2005 ein drittes. Jetzt trafen sich 35 von ihnen, um den 50. Jahrestag ihrer Schulentlassung in großem Kreis zu feiern. "Das ist schon eine tolle Truppe", freut sich Karl-Heinz Blum, der auch darüber zu berichten weiß, dass sich natürlich früher längst nicht alle untereinander grün gewesen seien: "Aber im Laufe der Jahrzehnte haben sich diese Ressentiments immer weiter abgebaut." Wohl so ist es auch zu erklären, dass selbst zwischen den "großen" Klassentreffen immer wieder auch gemeinsame Aktionen stattfinden: So trifft man sich regelmäßig an jedem ersten Dienstag im Quartal zum gemütlichen Beisammensein bei Kaffee und Kuchen. Zudem organisiert man unregelmäßig im Herbst oder Winter Wanderungen, die dann durchaus auch schon mal etwas länger ausfallen. Blum: "Da sind dann nicht immer alle dabei, aber doch genügend, um viel Spaß zu haben." Bei einigen sind die Ehepartner inzwischen verstorben. Für sie sei das dann auch eine gute Gelegenheit im Freundeskreis unterhaltsame Stunden zu verbringen. Da werden selbstverständlich Anekdoten aus der Schulzeit hervorgekramt. "Es wird auf jeden Fall viel gelacht, aber durchaus auch Situationen, in denen wir gemeinsam ernsthaft diskutieren oder auch mal trauern", erzählt Karl-Heinz Blum. Auf jeden Fall erinnern sich alle gern an ihre gemeinsame Grundschulzeit in dem damals noch ziemlich neuen Schulgebäude an der Waldstraße zurück. Dass der Zusammenhalt ein halbes Jahrhundert lang anhalten würde, ist schon wirklich bemerkenswert und war auch einer angemessenen fröhlichen Feier würdig.

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