1. Mahler und Schönberg

    Kammerorchester führt preisgekrönten Zyklus fort

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    Detmold (la). Mit dem Konzert am Dienstag, 10. November, im Konzerthaus der Musikhochschule – Beginn 19.30 Uhr – knüpft das Detmolder Kammerorchester (DKO) programmatisch an seine mit dem ECHO Klassik ausgezeichnete CD-Einspielung mit Mahlers Lied von der Erde an. Unter Leitung von Alfredo Perl setzt es seinen begonnen Mahler-Zyklus fort und bringt weitere selten gebotene Werke in Bearbeitung für Kammerensemble, die für den von Arnold Schönberg 1918 in Wien initiierten "Verein für musikalische Privataufführungen" vorgesehen waren.

    Nach Mahlers 4. Sinfonie und Schönbergs Sechs Orchesterliedern in der vergangenen Saison stehen nun bei diesem 2. Abonnementkonzert Mahlers Lieder eines fahrenden Gesellen und Auszüge aus Zemlinskys Sechs Gesänge auf dem Programm. Beide Liedzyklen manifestieren Liedkunst in ihrer höchsten Ausprägung. Sind Zemlinskys Gesänge gekennzeichnet durch Sensibilität und Sinnlichkeit, sind Mahlers Lieder ein Abgesang auf seine schwärmerische Liaison mit einer Koloratursopranistin vom Kasseler Theater. Für den Vokalpart steht mit Sebastian Noack dem DKO ein ausgewiesener Liedspezialist zur Seite. Der gebürtige Berliner, der an der Hochschule Hanns Eisler in Berlin lehrt, konzertierte mit renommierten Dirigenten wie Christoph Eschenbach, Symeon Bychkov, Kirill Petrenko, Helmuth Rilling und Philippe Herreweghe. Opernengagements führten ihn an die Staats- und die Deutsche Oper in Berlin. Zu den beiden Liederzyklen gesellt sich die 1906 Kammersymphonie op. 9 von Schönberg. Sie ist mit gerade einmal 15 besetzten Instrumentenlisten ein Hybrid zwischen Orchester- und Kammermusik. Gerahmt werden die drei Werke mit zwei beschwingten Walzern von Johann Strauß: dem berühmten Kaiserwalzer und den Geschichten aus dem Wienerwald. Beide als reduzierte Kammerensemblefassungen, mit der Schönberg 1921 die Walzerseligkeit für besagte Vereinskonzerte publikumswirksam adaptierte. Was bereits vor knapp 100 Jahren das Publikum begeisterte, dürfte auch beim Konzert des DKO nicht seine Wirkung verfehlen. Konzerteinführung ist um 18.30 Uhr im Gartensaal des Palais der Hochschule für Musik Detmold, Neustadt 22. Karten zu 24/20/12 Euro (Schüler, Studenten, Schwerbehinderte und Inhaber einer Kultur-Card erhalten 50 Prozent Ermäßigung) sind zu beziehen über die Tourist-Information im Rathaus am Markt sowie online unter "www.detmolder-kammerorchester.de" oder an der Abendkasse.

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