1. Der Weg zum Naturprodukt

    SPD-Arbeitsgemeinschaft 60 plus besuchte die Zuckerfabrik

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    Oerlinghausen/Lage (kd). "Eigentlich süße ich nur mit Süßstoff", meinte eine tief beeindruckte Teilnehmerin angesichts des schier endlosen Flusses der geschnitzelten Zuckerrüben. Sie konnte sich nicht vorstellen, wo die daraus gewonnenen Mengen Zucker bleiben. Aber dank der Informationen durch den ehemaligen Betriebsleiter Dr. Hans Coenen wurde auch dieser Einwand beantwortet. "Unser Werk liefert nur Weißzucker für die Industrie, also bekannte Großverbraucher wie Coca Cola oder Dr. Oetker", sagte er. Bei der Betriebserkundung der Zuckerfabrik Pfeiffer und Langen im Werk Lage durch die Oerlinghauser SPD-AG 60 plus rief insbesondere die laufende Rübenkampagne Erstaunen hervor. "Streng genommen sind wir auch gar nicht die Zuckerhersteller", meinte Dr. Coenen. "Eine Zuckerfabrik ist lediglich eine technische Entwicklung für die Beseitigung des Nichtzuckers." Diese Kernaussage begleitete die gesamte Betriebserkundung: Rüben werden angeliefert, gewaschen, ihr Zuckergehalt bestimmt, geschnitzelt, im Extraktionsturm wird daraus der Rohsaft gewonnen, der wiederum mittels Kalk gereinigt wird. Danach wird der nun reine Saft über mehrere Stufen eingedickt. Diesem Dicksaft wird dann in der Kochstation solange Wasser entzogen, bis eine Zuckerkonzentration erreicht ist, die die Auslösung des Kristallisationsprozesses ermöglicht. Das gewährleisten feinste, rechtzeitig zugefügte Zuckerkristalle. Jetzt wird durch Verdampfen weiter Wasser entzogen, bis die Kristalle die gewünschte Zuckerkorngröße erreicht haben. "Bei richtiger Handhabung und Kontrolle des gesamten Prozesses ist gar nicht zu vermeiden, dass hinten Zucker rauskommt", meinte Dr. Coenen. "Zucker ist absolut rein und haltbar bei richtiger Lagerung. Deshalb trägt kein Zuckerpaket ein Verfallsdatum". Für die Seniorinnen und Senioren aus Oerlinghausen ging ein langer, anstrengender, aber überaus informativer Nachmittag zu Ende.

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