1. Der Teufel liegt im Detail

    Einrichtung von Ganztagsgrundschulen mit vielen Fragen

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    WUNSTORF (tau). Mit der Einführung von Ganztagsgrundschulen ist so bald nicht zu rechnen. Der Prozess braucht Zeit, teilte die Verwaltung den Mitgliedern von Sozial- und Schulausschuss diese Woche mit. Zunächst müsse ein Rahmenkonzept erstellt werden, dessen Eckpunkte der Rat in Form eines Grundsatzbeschlusses absegnen muss. Im kommenden Jahr soll das erfolgen. Danach könne mit der Einzelumsetzung in den Schulen, die das auch wollen, begonnen werden. Zurzeit gibt es die konkrete Bereitschaft von zwei Grundschulen. Die Stadtschule und die Grundschule Klein Heidorn haben entsprechende Beschlüsse in ihren Gremien schon gefällt. Die Grundschulen Steinhude und Luthe haben bislang lediglich ihr Interesse signalisiert. An eine Umsetzung ist frühestens 2017 zu denken. Die Verwaltung selbst rechnet mit einem mehrjährigen Prozess und der schrittweisen Umwandlung einzelner Schulen. Es gibt viele Detailfragen zu klären. So müssen zum Beispiel Gemeinschaftsräume für die Nachmittagsbetreuung und Mensen für die Mittagsverpflegung geschaffen werden. Auch ist das Thema Inklusion zu erörtern. Außerdem müssen Fragen zum pädagogischen Konzept, zur Art der Ganztagsschule, zum Personalschlüssel und zur Ferienbetreuung geklärt werden. Das wiederum setzt eine enge Verzahnung von Schule und freien Trägern voraus.Die Stadt hat Kontakt mit anderen Kommunen aufgenommen, in denen es schon Ganztagsgrundschulen gibt. Diese sind vielfältig. So arbeitet das Oldenburger Modell unter anderem mit Doppelspitzen in den Bildungseinrichtungen. Allerdings hat es Oldenburg etwas einfacher. Sie ist gleichzeitig Schulträger und Träger der Jugendhilfe. In der Region Hannover ist das getrennt geregelt. Es gibt also einen höheren Abstimmungsbedarf zum Beispiel in Finanzierungsfragen.

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